Corona-Forschung

Antikörper-Studie in Freiburg geht in die zweite Runde

Max Schuler

Von Max Schuler

Fr, 20. November 2020 um 17:35 Uhr

Freiburg

Eine Studie mit Probanden aus der Region Freiburg will herausfinden, wie verbreitet Antikörper gegen das Coronavirus in der Bevölkerung sind. Nun hat die zweite Runde begonnen.

Wie verbreitet sind Antikörper gegen das neuartige Coronavirus in der Bevölkerung? Dies ist die zentrale Fragestellung einer deutschlandweiten Studie des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI). Im Sommer wurden etwa 3000 per Zufallsprinzip ausgewählte Menschen aus Freiburg und dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald dafür interviewt und konnten eine Blutprobe abgeben. In dieser Woche ist die Studie in die nächste Runde gestartet.

Erneut wurden Probanden und Probandinnen aus Freiburg und dem Landkreis per Zufallsprinzip für die Studie ausgewählt. Sie können zu den Interviews und zur Blutabnahme in das Untersuchungszentrum im ehemaligen Flüchtlingsheim in der Leinenweberstraße in Freiburg kommen. Es wurden aber auch die Teilnehmer aus der ersten Runde wieder eingeladen. Bei ihnen soll unter anderem überprüft werden, wie sich die Anzahl der Antikörper entwickelt hat, sofern bei der ersten Messung welche festgestellt wurden.

Insgesamt 65.000 Teilnehmer

Die Studie findet an mehreren Orten in Deutschland statt – Freiburg zählte zu den ersten. Zu Beginn kündigte der Studienleiter erste Teilergebnisse für diesen Herbst an. "Wir arbeiten an der Bewertung der drei ersten Studienorte und werden erste Ergebnisse voraussichtlich zeitnah veröffentlichen", teilt das HZI-Studienteam auf eine BZ-Nachfrage mit.

Wie verbreitet das Virus Sars-CoV-2 in der Bevölkerung war und noch ist, das soll die repräsentative und auf ein Jahr angelegte Studie mit herausfinden. "Unser Hauptziel ist es, ein Bild für ganz Deutschland zu bekommen, damit wir verschiedene Regionen miteinander vergleichen können", sagte Studienleiter Gérard Krause im Sommer. Insgesamt nehmen 65.000 Menschen teil.

Die Forscher wollen vor allem unbemerkte Infektionen und milde Krankheitsverläufe aufspüren, aber auch generelle Aussagen treffen, in welchen Personengruppen sich das Virus besonders ausbreitete. Angestrebt ist letztlich eine Empfehlung für ganz Deutschland, wie man gezielt Infektionen mit dem Virus verhindern kann.