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"Auch in Japan bekannt"

  • Louis Bohnert, Klasse 4, Staufenberg-Schule (Durbach)

  • Sa, 12. Juni 2021
    Zisch-Texte

ZISCH-INTERVIEW mit Matthias Graf von der Band Evertale über Metal-Musik und coole Auftritte.

Matthias Graf im Rampenlicht: Bei Evertale spielt er Gitarre und singt.  | Foto: Privat
Matthias Graf im Rampenlicht: Bei Evertale spielt er Gitarre und singt. Foto: Privat

Zisch-Reporter Louis Bohnert aus der Klasse 4 der Staufenberg-Schule in Durbach hat den Vater eines Freundes, Matthias Graf, interviewt, der in der Band "Evertale" spielt. Die Musik ist laut und wild – aber Louis findet sie absolut cool. Um mehr über Matthias Graf und die Band zu erfahren, hat Louis ihm folgende Fragen gestellt.

Zisch: Woher genau kommt der Name eurer Band?
Graf: Die Band heißt ja Evertale – das ist Englisch und lässt sich am besten mit "immerwährendes oder ewiges Märchen" übersetzen. Weil wir eigentlich nur Fantasy-Texte haben, passt der Name super zu uns.
Zisch: Wie viele Mitglieder habt ihr in der Band? Wie heißen sie?
Graf: Wir sind zu viert. Simon ist unser Schlagzeuger, Marco spielt Bass, ich spiele Gitarre und singe und der zweite Matthias in der Band – wir nennen ihn Woody, damit wir uns nicht verwechseln – , ist für die abgefahrenen Soli an der Gitarre zuständig.
Zisch: Wer davon hat die Band gegründet? Und wie lange gibt es sie schon?
Graf: Ich bin das einzige Gründungsmitglied, das noch mit dabei ist. Wie lange es uns gibt, ist wirklich schwer zu beantworten, weil wir zu Beginn sehr viele Wechsel in der Bandbesetzung hatten. Aber unser erstes Demo-Album wurde 2011 veröffentlicht.
"Wir haben einen neuen

Musikstil erfunden:

Brutal Power Metal"

Zisch: Welchen Musikstil habt ihr, würdest du sagen?
Graf: Am ehesten passen wir in die Schublade "Power Metal". Das ist Metal, der sehr schnell gespielt wird, mit gut verständlichem Gesang und ganz viel Melodien und Harmonien. Allerdings geht der Trend eher zu ganz seichtem Power Metal heutzutage – da steckt bei den meisten Bands nicht mehr viel Metal drin. Das könnten eher schon Schlager wie die von Helene Fischer sein. Um uns abzugrenzen, haben wir deshalb einen neuen Musikstil "erfunden": Brutal Power Metal. Ob sich das so durchsetzt, müssen wir mal schauen.
Zisch: Wie oft probt ihr?
Graf: Da wir alle über den ganzen Süden Deutschlands verstreut leben, kommen wir eigentlich immer nur zu Proben zusammen, wenn auch wirklich Konzerte oder eine kleine Tour anstehen. In der Zeit dazwischen probt jeder für sich zu Hause und übt die Lieder. Das findet dann alles am Computer mit Playbacks statt.
Zisch: Habt ihr Auftritte?
Graf: Momentan haben wir keine Auftritte, da durch die Corona-Pandemie ja alle Konzerte abgesagt wurden. Die letzten Auftritte hatten wir gemeinsam mit der Band "Van Canto", mit der wir durch Deutschland, Frankreich, Belgien und die Schweiz getourt sind.
Zisch: Habt ihr CDs oder seid ihr nur auf Online-Plattformen?
Graf: Wir haben bisher zwei Alben veröffentlicht: "Of Dragons and Elves" und "The Great Brotherwar". Die gibt es als CD oder als Download und Stream auf allen gängigen Online-Plattformen wie zum Beispiel Spotify, Amazon oder Apple Music.
Zisch: Wo seid ihr überall bekannt?
Graf: Wir sind zwar eher noch eine kleine Band, was die Bekanntheit angeht, aber Fans haben wir eigentlich überall auf der Welt. Die meisten Fans kommen natürlich aus Deutschland, aber auch aus der Schweiz, Italien, Schweden oder Südamerika. Außerdem haben wir auch in Japan einen Plattenvertrag und sind dort relativ bekannt. Unser größter Erfolg international als Band war allerdings die sogenannte "70000 Tons of Metal-Kreuzfahrt" in Miami in den USA. Da haben wir zusammen mit fast 50 anderen Bands und 3000 Fans für fünf Tage auf einem Kreuzfahrtschiff die Karibik durchkreuzt und Auftritte auf dem Schiff gespielt – das war ziemlich verrückt und hat uns schließlich auch in den USA zu mehr Bekanntheit verholfen.

Ressort: Zisch-Texte

  • Artikel im Layout der gedruckten BZ vom Sa, 12. Juni 2021: PDF-Version herunterladen

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