Krank durch Pestizide

Französischer Bauer bietet Monsanto die Stirn

Di, 21. August 2012 um 00:01 Uhr

Ausland

Hätte er den Tank nicht geöffnet, wäre es nicht passiert. Aber Paul François hat nach dem Deckel gegriffen, ihn vom Einfüllstutzen gezogen. Und so ist das Leben des Bauern aus dem südwestfranzösischen Weiler Bernac aus der Bahn geraten. Unzählige Male hatte der Landwirt schon Pflanzenschutzmittel auf die Felder ausgebracht, war mit leerem Tank zum Gehöft zurückgekehrt, hatte unter dem Wellblechdach des Geräteschuppens den Verschluss entfernt, um den Hartplastikbehälter vor dem nächsten Gebrauch zu säubern.

Dieses eine Mal aber war der 2500 Liter fassende Tank nicht so leer war, wie François angenommen hatte. Und auch die Kraft der Sonne hatte er unterschätzt. Jedenfalls waren Restbestände des Herbizids Lasso in der Hitze verdampft und dem sich über die Öffnung beugenden Bauern entgegengeschlagen. Nicht, dass das Gasgemisch explodiert wäre. "Es roch nur ein bisschen komisch", erzählt er. Doch so unauffällig die Dämpfe sich auch ausbreiteten, eine Explosion hätte kaum zerstörerischer sein können. Noch im Geräteschuppen spürte François, wie Hitzewellen seinen Körper ergriffen. Übelkeit, Atemnot, Herzrhythmusstörungen, Ohnmachtsanfälle folgten. Die Gesundheit des ...

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