"Sie haben wieder einen Namen"

Bernd Michaelis

Von Bernd Michaelis

Mi, 23. Juli 2008

Badenweiler

Gunter Demnig verlegt in Badenweiler acht Stolpersteine

BADENWEILER. "Die Menschen, denen die Nazis Nummern in den Arm brannten und sie damit dem Vergessen preisgeben wollten, haben nun wieder einen Namen." Michel Bauer, ein französischer Nachfahre der früheren Badenweiler Hoteliersfamilie Jules und Celine Levi Mager, sagte dies gestern bei der Verlegung von acht "Stolpersteinen" durch den Kölner Bildhauer Gunter Demnig in Badenweiler. Diese Mahnmale erinnern an das Schicksal von Menschen, die von den Nazis deportiert und ermordet wurden.

"Über diese Steine soll man mit dem Kopf und mit dem Herzen stolpern", sagte der Künstler am Ende der Aktion, die ihren Ausgang in der Luisenstraße 7 nahm, wo nun der 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen verstorbenen Emma Kübler gedacht wird. "Ich will die Namen zurückbringen. Denn nach über 60 Jahren ist vieles vergessen", so der Künstler.

"Du schlägst ein Buch auf und liest, dass die Nazis über sechs Millionen Juden umgebracht haben", sagte Gunter Demnig. "Obwohl ich nun seit 1996 schon über 15 500 Stolpersteine gesetzt habe, ist das für mich immer noch nur ...

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