Bauvorhaben in der Kritik

Ilona Hüge

Von Ilona Hüge

Mo, 22. Februar 2021

Kenzingen

Technischer Ausschuss.

. Gleich zwei Mal gab es am Donnerstag im Technischen Ausschuss (TA) des Kenzinger Gemeinderats Kritik an den Entscheidungen der übergeordneten Behörden. Es ging um ein Bauvorhaben und um das Verlegen der Leitung für den Ein-Gigabit-Anschluss des Gymnasiums.

ABL-Stadträtin Andrea Bold nahm das wiederholte Ersetzen eines Beschlusses aus dem Landratsamt Emmendingen zum Anlass ihrer Forderung, die Arbeit an der Erhaltungssatzung der Stadt zügig anzugehen. Der Technische Ausschuss hatte einen Bauantrag an der Mühlenstraße abgelehnt, weil er weder die verkehrsrechtliche Erschließung gesichert noch den Uferrandstreifen gewahrt sah. Aus dem Landratsamt kam nun die Genehmigung. "Wir wollen uns aktiv an der Gestaltung unserer Stadt beteiligen", sagte Bold. Es sei auch für die Bürger nicht nachvollziehbar, wenn Entscheidungen des Gemeinderats ohne Konsequenzen blieben, stellte sie fest.

Ein Beschluss aus Emmendingen verzögert den leistungsstärkeren Anschluss des Gymnasiums ans Netz. CDU-Gemeinderat Bernhard Striegel hatte nach dem Stand der Anschlussarbeiten gefragt. Der Telekom wurde das Aufgraben in der Schulstraße untersagt, weil die Ortsdurchfahrt noch gesperrt ist, teilte Bürgermeister Matthias Guderjan mit. Diese Antwort stieß im Ausschuss auf Unverständnis. Die TA-Mitglieder forderten die Verwaltung auf, sich um eine rasche Genehmigung zu kümmern. Christoph Gehlen hatte bereits vergeblich versucht, mit dem Sachbearbeiter zu sprechen. "Vormittags ist er schwer zu erreichen, nachmittags geht der Anrufbeantworter an", gab er seine Erfahrungen weiter.