Mit Gewinn leben

Bei der Geldanlage kann die Pantoffelmethode helfen

Karin Baur

Von Karin Baur

So, 13. Juni 2021 um 12:27 Uhr

Wirtschaft

Wie kann man sein Geld anlegen, während es kaum Zinsen bei der Bank gibt? Eine vernünftige Rendite ist auf lange Sicht nur bei einer gut gestreuten Geldanlage möglich.

Für manche ist Geldanlage einfach nur lästig. Sie schieben sie auf wie einen Zahnarztbesuch und kümmern sich erst, wenn es weh tut – zum Beispiel, wenn die Inflation am Ersparten zehrt. Eine vernünftige Rendite ist auf lange Sicht nur mit einer gut gestreuten Geldanlage möglich. Dazu gehört auch ein kleiner Teil riskanterer Anlagen, etwa Aktien.

Keine Panik, das lässt sich leicht in den Griff bekommen – mit dem Pantoffel-Portfolio. Es heißt so, weil es so bequem ist. Das Pantoffel-Portfolio besteht aus einem Sicherheitsbaustein, (Tagesgeld) und einem Renditebaustein (ein weltweit anlegender Aktienfonds). Gut geeignet sind börsengehandelte Fonds (ETF). Sie bauen einen Index nach, wie den Weltaktienindex MSCI World.
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Nun müssen Anleger nur noch überlegen, wie sie ihr Geld aufteilen. Welcher Teil soll sicher angelegt sein? Welcher soll in chancenreiche, aber riskantere Aktien fließen? Das Portfolio gibt es in drei Varianten: defensiv, ausgewogen und offensiv – mit 25, 50 oder 75 Prozent Aktien. Schon kann es losgehen: Depot eröffnen, Geld überweisen, ETF kaufen, fertig. Nun arbeitet das Geld von selbst.

Jedoch: Ein kleines bisschen Pflege braucht auch dieses Portfolio. Anleger sollten ab und zu schauen, ob der Aktienanteil noch 25, 50 oder 75 Prozent beträgt – und falls nötig nachjustieren.

Sind die Aktien gefallen – was passieren kann – kaufen sie ETF-Anteile nach und profitieren so, wenn sich die Kurse erholen. Sind sie gestiegen, verkaufen sie und schichten die Gewinne ins Tagesgeld um.
Karin Baur ist Redakteurin für Geldanlage und Altersvorsorge bei der Stiftung Warentest. Sie schreibt für die Zeitschrift Finanztest.

Internet:
http://www.test.de/pantoffelmethode