Enkeltrick

Betrügerische Anrufer schlagen im Kreis Lörrach und in Bad Säckingen zu

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 06. November 2019 um 15:41 Uhr

Lörrach

Enkeltrickbetrüger sind in Südbaden auf Beutefang. In Lörrach konnten sie zwei Seniorinnen um ihr Angespartes betrügen.

Am Dienstagnachmittag ist es laut Polizei in Lörrach, Weil am Rhein, Rheinfelden, Bad Säckingen und Hausen im Wiesental zu mehreren Betrügereien am Telefon gekommen.

Neun der gemeldeten Anrufe blieben glücklicherweise ohne Erfolg, da die Geschädigten den Betrug bemerkten. Die Anrufer behaupteten in fast allen Fällen unter Vorspiegelung falscher Behauptungen, dass sie dringend Geld benötigen würden. Hierbei gaben sie sich als Bekannte oder auch Enkel der Angerufenen aus. Teilweise wurde behauptet, dass man sich nach einem Unfall in einer Notlage befinden und dringend Geld benötigen würde.
Tipps der Polizei gegen den Enkeltrick

Die Polizei rät: "Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selbst mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie den Anrufer dazu auf, seinen Namen selbst zu nennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann. Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahestehenden Personen. Übergeben Sie niemals Wertsachen an unbekannte Personen. Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, dann informieren Sie unverzüglich Ihre örtliche Polizeidienststelle oder den Notruf (110 ). Für Angehörige: Klären Sie ältere Familienmitglieder oder Bekannte unbedingt über die Betrugsmasche auf und sensibilisieren Sie diese."

Leider kam es in zwei Fällen jedoch tatsächlich zu einer Geldübergabe. Einer der Fälle ereignete sich in Lörrach, im Bereich der Wallbrunnstraße: Durch geschickte Gesprächsführung am Telefon gelang es der betrügerischen Anruferin, sich gegenüber einer Seniorin als Schwägerin auszugeben. Hierbei gab die Betrügerin vor, dringend Geld für einen Immobilienkauf zu benötigen. Die vermeintliche Schwägerin gab an, das Geld bei der Geschädigten nicht persönlich abholen zu können, weswegen anschließend absprachegemäß das Geld an einen fremden Mann übergeben wurde. Der Frau entstand hierdurch ein Schaden im mittleren fünfstelligen Bereich.
Tatverdächtiger gesucht

Von dem tatverdächtigen Mann, der das Geld abholte, liegt folgende Beschreibung vor: Er war etwa 35 Jahre alt, ungefähr 180 cm groß, hatte dunkle kurze Haare und südländisches Aussehen. Er sprach deutsch ohne erkennbaren Dialekt oder Akzent. Zeugen, die gegen 15:30 Uhr Verdächtiges im Bereich der Wallbrunnstraße gemacht haben oder sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Bad Säckingen, 07761 934-500, zu melden.

Bei dem weiteren Fall, der sich in Lörrach im Bereich Georges-Köhler-Straße / Imbachweg ereignete, gelang es der mutmaßlich selben Betrügerin, sich gegenüber einer Seniorin als gute Bekannte auszugeben. Auch hier überzeugte die Betrügerin die Seniorin, für einen Immobilienkauf dringend Geld zu benötigen. In diesem Fall wurde die Frau im Anschluss zusätzlich von einem angeblichen Notar angerufen, der ihr die Richtigkeit des Immobilienkaufs zusicherte. Die Seniorin übergab daraufhin, wie zuvor mit dem Notar besprochen, einem vermeintlichen Boten einen Geldbetrag im unteren fünfstelligen Bereich.
Tatverdächtiger gesucht

Der tatverdächtige Mann, der das Geld abholte, wurde wie folgt beschrieben: Ca. 35-40 Jahre alt, ungefähr 170 cm groß, dunkle Haare. Er trug eine Hornbrille, war mit einem dunklen Anorak, einer dunklen Hose und einer Kapuze bekleidet. Wer im Zeitraum von 13:30-15:00 Uhr im Bereich Georges-Köhler-Straße / Imbachweg verdächtige Personen oder Fahrzeuge bemerkte oder sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich mit dem Kriminaldauerdienst in Bad Säckingen, 07761 934-500, in Verbindung zu setzen.

Weitere Hinweise und Tipps finden gibt’s unter http://www.polizei-beratung.de