Literatur

Bildband porträtiert den Dichter Peter Huchel in Texten und Fotos

Martin Halter

Von Martin Halter

So, 14. April 2019 um 10:01 Uhr

Literatur & Vorträge

BZ-Plus Nach Bildbänden über Proust, Neruda und Robert Walser ist im Deutschen Kunstverlag jetzt einer über Peter Huchel erschienen. Dessen vom Leben gezeichnete Gesichtslandschaft war entschieden fotogen.

Einen Dichter, sagte Joseph Brodsky einmal, erkennt man auf den ersten Blick, ohne eine Zeile von ihm gelesen zu haben: An seinem Gesicht. Das war vor allem auf Peter Huchel gemünzt. Dass Huchel Dichter war (und was für einer), sieht man vielleicht am eindrucksvollsten auf dem Porträtfoto, das sein Stiefsohn, der Fotograf Roger Melis, 1965 in Wilhelmshorst von ihm aufnahm. Ja, so sehen Dichter aus: Eine hohe, von Gram und Skepsis zerfurchte Stirn unter einem wild wuchernden Haarschopf, prüfende Blicke unter buschigen Brauen, von Schweigen, Grimm und leisem Weltekel herabgezogene Mundwinkel über einem männlich markanten Kinn. Und erst die Augen!

"Auf den Fotografien/ sieht jeder wie tief Ihre Augen gesehen haben" schrieb Rudolf Haufs in seinem Gedicht "Bildnis Peter Huchel". Huchel ...

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