Mach mal,       Roboter!

Michael Heilemann    

Von Michael Heilemann, , 8197;, , 8197;, , 8197;, & 8197;

Sa, 06. Juni 2015

Bildung & Wissen

Menschliche Maschinen werden unser Leben erleichtern.                         Baden forscht an der Spitze mit.

Armar spricht nur Englisch. Deutsch zu lernen wäre für ihn kein Problem, aber Englisch ist nun mal die Sprache von Wissenschaft und Forschung. Wenn also Nikolaus Vahrenkamp, Mitarbeiter am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), den Roboter zum Kühlschrank schicken will, damit er ihm Saft holt, muss er sagen: "Bring me the multivitamin juice from the fridge." Armar wiederholt dann den Befehl, dreht auf seinem Fahrgestell und nimmt mit seinen Augen die Küchenzeile ins Visier. Gemächlich rollt er zum Kühlschrank, leise, kaum hörbar surren seine Elektromotoren. Die fünf Finger von Armars rechter Hand ziehen am Griff, mit der linken hilft er nach. Die Tür öffnet sich mit einem sachten Ruck und der Roboter nimmt vorsichtig den Getränkekarton aus dem Seitenfach. Er fährt zurück zu Nikolaus Vahrenkamp und übergibt ihm den gewünschten Gegenstand.
Armar III a, so der exakte Name, hätte die Übung ebenso mit einem Ei vorführen können. Diese Menschmaschine aus Metall, Motoren, Mikroelektronik und einem Hirn aus mehreren Rechnern verfügt über eine beachtliche Feinmotorik, über eine erstaunliche räumliche Orientierung und Wahrnehmungsfähigkeit.
"What can you see now?", fragt Nikolaus Vahrenkamp, nachdem er Armar befohlen hat, zum Tisch zu gehen, wo mehrere Dinge liegen, die beim Frühstück eine Rolle spielen. Der Roboter schaut einen Moment hin und her, dann antwortet er: Kakaopulver, Kaffee, Kekse und einen Becher.
Bravo Armar, gut gemacht.
Die Küche, in der der Roboter zugange ist, ist natürlich keine echte Küche, sondern ein Laborraum des Lehrstuhls für humanoide Robotiksysteme am KIT. Dessen Leiter ist Tamim Asfour, der sozusagen der Vater der Roboterfamilie Armar ist. Der Wissenschaftler ...

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