Portrait

Oft einen Schritt voraus: der Historiker Ulrich Herbert

Petra Völzing

Von Petra Völzing

Sa, 03. Mai 2014 um 00:00 Uhr

Bildung & Wissen

"Der Holocaust ist in vielen Ländern noch so gut wie überhaupt nicht erforscht", sagt der Freiburger Historiker Ulrich Herbert. Portrait eines unermüdlichen Aufklärers.

Einfallsreiche und kluge Wissenschaftler sind die Grundlage für den Erfolg einer Universität und einer Region. Wir stellen Ihnen in dieser Serie Menschen vor, die den Forschungsstandort Südbaden starkmachen: Helle Köpfe, die in der globalen Wissenschaftswelt eine Rolle spielen, die Herausragendes leisten oder faszinierende Fragen lösen. Heute: der Historiker Ulrich Herbert.

Ulrich Herbert fällt nicht aus der Reihe, rein optisch repräsentiert er seinen Berufsstand angemessen: Dezente Hose, gestreiftes Hemd – die Frisur ist nur ein klein wenig zerzaust, aber es ist ja auch schon Abend. Nach zweieinhalb Stunden Gespräch nimmt man dem renommierten Historiker und Leibniz-Preisträger aber ohne weiteres ab, dass er auch schon Lastwagen gefahren hat, "und zwar mit einigem Erfolg", wie er betont.

Der Forscher ist ein Arbeiter im besten Sinne des Wortes und dabei ein unermüdlicher Aufklärer. Seine Forschung betrachtet er nüchtern: "Der Holocaust ist in vielen Ländern noch so gut wie überhaupt nicht erforscht", stellt er zum Beispiel fest. Da muss man also ran. Und das hat er dann auch gemacht. Seit 2005 gibt er unter anderem im Auftrag des Instituts für Zeitgeschichte die Quellenedition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-45" heraus. Band Neun über das besetzte Polen ist soeben erschienen. 16 Bände sollen es werden.
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