Bildung & Wissen

Städter sind gestresster – woran liegt das?

Eva Wolfangel

Von Eva Wolfangel

Sa, 13. Februar 2016 um 00:00 Uhr

Bildung & Wissen

Städter sind gestresster und auch häufiger psychisch krank. Was muss anders werden, damit die Menschen glücklicher sind? Psychologen versuchen, der Sache auf den Grund zu gehen.

Ein breiter Gehweg, ein Straßencafé, Radfahrer, eine Seniorin mit Trolley, ein Vater mit Kinderwagen – und schon hat man den Konflikt. Wem gehört welcher Raum, wie kommen diese Stadtbewohner mit ihren verschiedenen Geschwindigkeiten aneinander vorbei – und wieso sitzen eigentlich Schüler mit Eisbechern im Weg? Auch wenn wir solche Situationen im urbanen Alltag manchmal anstrengend finden: Psychologen und Kulturwissenschaftler halten sie für wertvoll für unser Wohlergehen.

Das Leben in der Stadt ist für vieles gut: Menschen treiben mehr Sport, haben ein größeres kulturelles Angebot und verbrauchen weniger Ressourcen als auf dem Land. Doch Städter sind gestresster und auch häufiger psychisch krank. "Wenn Sie in einer Stadt geboren werden, ist das Risiko für Schizophrenie etwa 300-prozentig erhöht", sagt Andreas Meyer-Lindenberg vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim. Diese Kausalität sei nicht nur lang bekannt, sondern in Studien auf der ganzen Welt repliziert. Auch Depressionen erleiden Städter durchschnittlich häufiger. Die aktuell rasche Urbanisierung auf der ganzen Welt macht dem Psychiater Sorgen: "Da rollt ein Problem auf uns zu." Denn noch sei völlig unbekannt, woran das liegt.

Psychologen haben ein Problem mit dem Kosmos Stadt
Die Forscher am Zentralinstitut haben zwar eine Region im Gehirn ausgemacht, in der Stress verarbeitet wird und die sich bei Städtern verändert. ...

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