Industrie

Bisphenol in Kunststoffen kann krank machen

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Sa, 27. August 2016 um 00:00 Uhr

Bildung & Wissen

Bisphenol gilt als gesundheitsgefährdend – aber die Industrie hat große Probleme, andere Kunststoffe zu finden. In Babyflaschen ist der Einsatz verboten. Eine trügerische Sicherheit.

Es ist keine fünf Jahre her, da war Bisphenol A – abgekürzt BPA – die meistgefürchtete Chemikalie des deutschen Verbrauchers. Denn obwohl sie in vielen Plastikprodukten des täglichen Bedarfs steckt, warnen verschiedene Studien, dass sie die Fruchtbarkeit und die Entwicklung der Geschlechtsorgane schädlich beeinflusst. Außerdem steht BPA im Verdacht, bei Diabetes, Herzerkrankungen, Fettleibigkeit und der Anfälligkeit für bestimmte Krebsarten eine Rolle zu spielen.
Die Politik hatte auf diese Warnungen prompt reagiert: Seit März 2011 dürfen in der EU Babyfläschchen nicht mehr aus BPA-haltigem Kunststoff bestehen. Darüber hinaus aber registrierten die Hersteller eine zunehmende Verunsicherung ihrer Kunden. Deshalb stehen heute in den Regalen nicht nur BPA-freie Babyfläschchen, sondern auch Trinkflaschen und Mixer, Brotdosen und Plastikbesteck tragen den Aufkleber "BPA-frei". Und der Verbraucher greift beruhigt zu. Doch das ist eine trügerische Sicherheit.
BPA ist keine Substanz, die man im Kunststoff einfach weglassen könnte. BPA ist vielmehr ein chemischer Grundbaustein. Die Industrie nutzt ihn vor allem für zwei Produkte, für den Kunststoff Polycarbonat und für sogenannte Epoxidharze, mit denen Konservendosen innen beschichtet werden. Als Farbentwickler gelangt BPA zudem chemisch ungebunden auf Kassenzettel, Parktickets oder Fahrkarten, in PVC-Kunststoffen übernimmt es die Funktion eines ...

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