Blätter wie Zauberblumen

Sarah Bischoff,

Von Sarah Bischoff &

Sa, 10. Oktober 2009

Zisch-Texte

Sarah Bischoff erzählt eine märchenhafte Herbstgeschichte.

Es war einmal ein armes Mädchen, das im Herbst ein Zuhause suchte. Es suchte und suchte. Aber es fand kein Zuhause, wo es ein Bett gab und warm war. Da sah es eine Heide. Das Mädchen rannte auf sie zu. Auf einmal wurde es von jemandem angehalten. Erschrocken rannte das Mädchen fort.

Etwas weiter sah sie wieder eine Heide, wieder so schön. Niemand war in der Nähe. Vorsichtig schaute sie sich um. Da war ein kleines Häuschen. Innen war ein kleines Fenster und ein Bett. Ein weiches, kuscheliges Bett. Das Mädchen wartete ab, ob nicht doch noch jemand kam. Sie wartete den ganzen Tag, aber niemand war zu sehen. Weil sie sehr müde war, legte sie sich am späten Abend ins weiche Bett.

In der Nacht wachte sie von einem Geräusch auf. Vor ihr standen zwei kleine Elfen. Die Elfen führten sie aus dem Haus hinaus, und draußen war plötzlich ein wunderschöner See. Der See glitzerte und funkelte und er strahlte wie die Sonne. Er war himmelklar, wie Sterne leuchtend.

Alle Zaubertiere, zum Beispiel Einhörner, waren da und spielten, lachten und freuten sich. Die beiden Elfen sagten dem Mädchen, dass der See im Herbst am schönsten sei. Denn da fielen die goldenen Blätter wie fabelhafte Zauberblumen von den Bäumen und Sträuchern. Es war der schönste See, den es gab.

Sie war nun von den Elfen in eine Zauberwelt gezaubert worden. Das Haus mit dem Bett war noch da und innen waren noch wunderschöne Möbel und ein Ofen zum Anheizen. Von nun an lebte das Mädchen mit den Elfen und den anderen Fabeltieren am See. Sie war glücklich bis an ihr Lebensende.