Bürger sollen ihr Quartier mitgestalten

Herbert Frey

Von Herbert Frey

Sa, 07. November 2020

Weil am Rhein

Managerin Brigitte Lill und ihr Team verteilten knapp 2000 Fragebögen, um Wünsche zu erfahren.

. Ihre Arbeit sei trotz der durch die Pandemie erschwerten Bedingungen viel versprechend angelaufen, sagt Sozialpädagogin Brigitte Lill, die im Sommer als Quartiersmanagerin für das Gebiet Hohe Straße vorgestellt wurde. In den Freiluft-Gesprächen, zu denen sie eingeladen hatte, habe sich gezeigt, dass die Menschen großes Interesse haben, das neu entstehende Quartier, aber auch das nachbarschaftliche Umfeld, mit zu gestalten. In die laufenden Veränderungsprozesse fühlten sich aber viele seitens der Stadt nicht ausreichend eingebunden. Viele hätten sich eine bessere städtische Informationspolitik gewünscht.

Aus dieser Erkenntnis heraus sei die Idee erwachsen, gemeinsam einen Katalog von Themen als Grundlage für geplante Gespräche mit den Verantwortlichen vorzubereiten. Eine erste, für den Herbst geplante Quartierversammlung habe dann Corona aber verhindert. Deshalb wurde nun in dieser Woche eine groß angelegte Fragebogenaktion zum Thema "Lebensqualität im Quartier" lanciert. Zu Themen wie Lage, Gestaltung, Sport-, Kultur-, Betreuungs-, Nachbarschafts- oder Bildungsangeboten werden der Zufriedenheits- und Wichtigkeitsgrad abgefragt. Erste Erkenntnisse zu Wünschen und Bedürfnissen in den Bereichen Kommunikation und Partizipation erhofft sich Brigitte Lill von den Fragebögen, die auch Raum lassen für freie Eintragungen.

Sie ist angetan vom bisherigen Engagement der Bürger. So habe sich bereits eine erste Gruppe Interessierter gebildet, die die knapp 2000 Fragebögen eingetütet und in die Briefkästen gesteckt haben. Das Verteilgebiet wird westlich von der Bühl- und östlich von der Römerstraße begrenzt. Im Süden bildet die Robert-Koch-Straße die Markierungslinie. Selbstverständlich dürfe sich aber auch jeder von außerhalb einbringen.

Bis Dezember will Lill ihr Büro im Bau der Wohnbau an der August-Bauer-Straße beziehen. Dort, am Bauzaun bei der Baustelleneinfahrt, können die ausgefüllten Fragebögen übrigens bis 13. November in eine Box eingeworfen werden. Rückgabeboxen stehen zudem auch beim Hieber-Markt an der Information sowie vor dem Pfarrhaus Sankt Peter und Paul. Brigitte Lill hofft auf einen Rücklauf von rund 20 Prozent.

Auch für die Nutzung der Gemeinschaftsräume des Quartiertreffs an der August-Bauer-Straße, die wohl erst im Frühjahr öffnen können, gibt es bereits erste Ideen – vom offenen Café-Treff bis zum generationenübergreifenden gemeinschaftlichen Wochenendkochen.

Kontaktierbar ist Brigitte Lill unter Tel.  0160/9519 48 66 oder per E-Mail an die Adresse brigitte.lill@caritas-loerrach.de.