Wyhlen

Dank den Routern des Jugendparlaments gibt es schnelles Internet am Bahnhof

Heinz Vollmar

Von Heinz Vollmar

Fr, 22. November 2019 um 08:31 Uhr

Grenzach-Wyhlen

Die Jupa will mit 50 Freifunkroutern die Internetabdeckung verbessern. Pendler am Bahnhof Wyhlen profitieren bereits.Nun können sich auch Bürger melden, die einen Router aufstellen möchten.

Eines der großen Projekte des Jugendparlaments (Jupa) ist, die Freifunkinitiative weiter zu forcieren. Gerade in Gebieten mit schwacher Mobilfunkabdeckung sollen die 50 Router, die aus dem Jupa-Budget angeschafft wurden, Abhilfe schaffen. In der jüngsten Sitzung am Mittwoch gab’s dazu ein Update.

Das Jupa bemüht sich von Beginn an im Rahmen der Freifunkinitiative, offene, freie und schnelle Internet-Zugänge auch in der Doppelgemeinde zur Verfügung zu stellen. Von den 50 Routern, die von Tilo Levante, Mitbegründer des Vereins Freifunk Dreiländereck zu einem Sonderpreis bereitgestellt wurden, hängen bereits zwei im Jugendzentrum in Wyhlen, teilte Vorsitzender Elvis Bejtovic mit. Mit Hilfe dieser Router hätten vor allem Pendler im Bahnhofsbereich einen enormen Nutzen und könnten das Internet nutzen.

Bewohner sollen angesprochen werden

Davon machen, so das Ergebnis einer Auswertung, in den Stoßzeiten zwischen 4 und 9 Uhr rund 20 Menschen Gebrauch, tagsüber wären es bis zu acht Nutzer. Nun will sich das Jupa anderen weißen Flecken in der Gemeinde zuwenden, dazu zählen das Grenzacher Neufeld, der Rührberg aber auch der Bereich Lindweg, der Solvayplatz, die Jakob-Burckhardt-Straße, die Abtsmatten sowie die Heinrich-Heine-Straße.

Die Mitglieder des Jupa wollen in diesen Bereichen die Bewohner ansprechen, um sie zum Mitmachen in Sachen Freifunk zu überzeugen. Die Router würden kostenlos zur Verfügung gestellt und auch installiert. Kosten würden lediglich in Höhe von etwa rund fünf Euro pro Jahr für den Stromverbrauch der Router entstehen. Entsprechendes Info-Material wird bei den Hausbesuchen zur Verfügung gestellt oder kann über das Jugendparlament angefordert werden.

Die zur Verfügung gestellten Router sind baugleich mit den Routern, die auch von der Gemeindeverwaltung in öffentlichen Gebäuden installiert wurden. Sie sind klein und handlich und können an Wänden installiert oder als Standgeräte genutzt werden.

Installation ist rechtlich unbedenklich

Das Jupa teilt außerdem mit, dass die Installation der Freifunk-Router auch rechtlich unbedenklich ist. Die technische Installation ist einfach, indem die Router an bereits bestehende Internet-Verbindungen angeschlossen werden oder lediglich als Verstärker dienen. In der gesamten Region beteiligen sich Kommunen, Firmen und auch Privatleute am Aufbau des Freifunknetzes.
Info

Per Mail an freifunk@jupa-gw.de können sich die Bürger melden, die sich am Freifunk-Projekt beteiligen möchten.Eine Karte aller Knotenpunkte gibt es hier