Ausstellung

Im Alten Rathaus in Denzlingen sind Collagen und Porträts von Barbara Ambs zu sehen

Simona Eftimova

Von Simona Eftimova

Di, 02. Juli 2019 um 16:50 Uhr

Denzlingen

Liebe, Tod, Identität, Fremdsein und Trauer – zu diesen Themen erstellt Barbara Ambs Porträts und Collagen. Sie zeigen eine rätselhafte Welt aus Farben und Figuren, zu sehen im Juli in Denzlingen.

"Nur ein Augenblick des Wimpernschlags" lautet das Motto hinter den Einzelporträts in kontrastierenden Farben und Collagen mit humorvollen Elementen. Werke dieser Art präsentiert die in Freiburg schaffende Künstlerin Barbara Ambs in einer Sommerausstellung im Denzlinger Alten Rathaus. Bei der Vernissage betrachteten Freunde und Kunstliebhaber die nach Thematik aufgehängten Werke mit Faszination. Organisiert wurde die Ausstellung vom Denzlinger Kulturkreis, dessen zweite Vorsitzende Brigitte Liebel mit einer Begrüßungsrede die Veranstaltung eröffnete.

Liebe, Tod, Identität, Fremdsein und Trauer – zu diesen vertrauten Themen der Menschheit entstanden Ambs Porträts, die eine rätselhafte Welt aus Farben und Figuren vorstellen. "Es wird nur ein kurzer Moment, ein Augenblick, dargestellt, der schnell wieder vorbei ist", erklärt sie. Das Besondere an jedem Gemälde sei doch, dass man sehr viel hineininterpretieren könne, sagt die Künstlerin Katharina Höhle aus Emmendingen: "Es ist paradox, wie sie malt." Eine reiche Farbpalette mit starken Kontrasten lässt den Betrachter länger nach der Bedeutung des Dargestellten suchen. "Nichts wird in ihren Werken auserzählt", so die Kunsthistorikerin Katja Weeke, die die Einführung in die Ausstellung gab. Sie beschrieb die Werke als kleine "Traumsequenzen".

Mensch und Tier sind zentrales Motiv in den Werken

Nach einem Studium der Malerei an der Europäischen Kunstakademie Trier ist Barbara Ambs, geboren in Singen, sowohl als Künstlerin in Freiburg als auch als Dozentin für bildende Kunst an der Kunstschule Offenburg tätig. Außerdem ist sie Mitglied des Berufsverbandes Bildender Künstler Südbaden und der Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstförderer Freiburg. Ihre Porträtreihe habe die Künstlerin vor einem Jahr angefangen, mit dem Figurativem beschäftige sie allerdings schon länger. "Ein zentrales Thema in meinen Werken sind Mensch und Tier zusammen", so Barbara Ambs. Mit einer kleinen Prise Humor stellt sie Tiere dort dar, wo sie eigentlich nicht hingehören - auf alten Familienfotos zum Beispiel.

Auf den 2016 und 2017 entstandenen Collagen sieht man ihre Familie, die durch darauf geklebte oder gemalte Tiere ungewöhnlicher Art in einen lustigen Kontext gesetzt werden. Die Collagen zogen auch die Aufmerksamkeit der Besucher in den Räumen des Alten Rathauses. Musikalisch begleitet von dem Ensemble variabile des Freiburger Akkordeon Orchesters und der Musikschule Freiburg mit Leiter Volker Rausenberger wurde die Ausstellung eröffnet.
Die Ausstellung ist zu sehen bis zum 28. Juli, samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr.