Nachruf

Der Geistliche Rat Franz Enz starb im Alter von 89 Jahren

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 15. Januar 2021

Freiburg

Der Freiburger Stadtteil Ebnet hat dem Geistlichen Rat Franz Enz viel zu verdanken. Hier war er seit 1987 in der Seelsorge aktiv. Nun ist er kurz vor seinem 90. Geburtstag gestorben.

(BZ). An die großen Verdienste, die sich der Geistliche Rat Franz Enz auch für den Stadtteil Ebnet erworben hat, erinnern die katholische Gemeinde St. Hilarius (heute Teil der Pfarrgemeinde Freiburg-Ost) und Ortsvorsteherin Beate Schramm. Enz ist am Dreikönigstag kurz vor Vollendung seines 90. Lebensjahres gestorben.

Franz Enz war von 1987 bis zu seiner Entpflichtung 2001 zunächst als Subsidiar und anschließend als Pfarradministrator für die katholische Seelsorge in Ebnet zuständig. Auch im Ruhestand hatte er weiter aktiv in der Seelsorge und im Gemeindeleben mitgewirkt.

Franz Enz, am 26. Februar 1931 in Radolfzell geboren, wuchs in einem von christlichem Geist geprägten Elternhaus auf, studierte nach dem Abitur in Konstanz Theologie in Freiburg und Bonn und empfing im Juni 1955 in St. Peter im Schwarzwald die Priesterweihe. In der Folge war er unter anderem in Breisach, in Freiburg-Haslach und an der Freiburger Münsterpfarrei tätig. Weitere Funktionen waren die als Dekanatsjugendseelsorger, als Hausgeistlicher des Exerzitienhauses Maria Lindenberg und als Leiter des heilpädagogischen Heims Mariahof in Hüfingen, wo er rund 25 Jahre wirkte. Er erwarb den theologischen Doktortitel mit einer Arbeit zum Thema "Sport im Aufgabenfeld der Kirche" und wurde 1975 Dozent an der Pädagogischen Hochschule Freiburg für Theologie/Religionspädagogik mit dem Schwerpunkt Sozialarbeit/Sozialpädagogik. Seit 1980 lehrte er dort als Professor. Der Titel Geistlicher Rat wurde ihm 1985 verliehen.

In die Zeit seines Engagements in Ebnet fielen unter anderem die Renovierung der Pfarrkirche, die Erweiterung der Pfarrscheune zum Pfarrheim und der Umbau des alten Wasch- und Backhauses zum "Jugendhäusle". Auch im Ruhestand organisierte er noch Reisen für die Pfarrgemeinde, unter anderem nach Israel und Irland. Auf seine private Initiative geht der Neubau der St. Anna-Kapelle an der Straße von Ebnet nach Stegen zurück. In den letzten Jahren hatten die gesundheitlichen Beschwerden immer mehr zugenommen. Bis vor wenigen Wochen wohnte Enz noch im Ebneter Pfarrhaus gewohnt und zog dann in das Haslacher St. Laurentius-Pflegeheim um.