Der Robo-Rave als hybride Variante

Aaron Hohenfeld

Von Aaron Hohenfeld

Do, 30. Juni 2022

Lörrach

Wettbewerb findet online und in Präsenz statt / Deutschland und China räumen ab.

. Der Wettbewerb Robo-Rave Germany ist kürzlich wieder in Präsenz ausgetragen worden, nachdem er zwei Jahre lang nur online stattfinden konnte. Dabei wurde der international besuchte Wettbewerb hybrid ausgetragen – das bedeutet, neben der Präsenzveranstaltung in der Tumringer Halle konnten die Schülerinnen und Schüler auch online gegeneinander antreten. Beim Wettbewerb handelt es sich um die deutsche Version des Robo-Raves International, bei dem es darum geht, Roboter zu programmieren, damit diese Aufgaben meistern können, die beim Wettbewerb Challenges genannt werden. Dazu gehört zum Beispiel, dass der Roboter einer schwarzen Linie folgt, um an deren Ende Tischtennisbälle in einen Container zu füllen. Oder er soll mit Lüftern Kerzen auspusten.

Am Wettbewerb beteiligten sich 76 Teilnehmer in 44 Teams aus Deutschland, China, Frankreich, Nigeria, Polen, Ukraine und der Türkei. Mehr als Dreiviertel der Teams nahmen online teil, so dass in Tumringen weniger los war als bei vorherigen Wettbewerben.

Die drei polnischen Teams zeigten ihre Programmierfähigkeiten in der Halle, unter der Leitung von Anna Cholewinska, die 2018 selbst teilgenommen hatte. Trotz der Möglichkeit, den Wettbewerb online zu verfolgen, entschieden ihre Teams und sie sich für die Präsenzveranstaltung, weil sie sich nach einem physischen Wettbewerb gesehnt hatten.

Lars Möllendorf, der Leiter des Wettbewerbs, zeigte sich zufrieden mit dem Weg, den das Schülerforschungszentrum Phaenovum als Veranstalter eingeschlagen hatte. "Wichtig ist, dass die Flamme am Brennen bleibt", sagte er. Er hoffe, dass er 2023 wieder einen besser besuchten Wettbewerb austragen kann. "Das Problem ist, dass die Schulen keine Arbeitsgemeinschaften zur Vorbereitung auf den Wettbewerb hatten."

Insgesamt sei die Einstellung zum Wettbewerb sehr wichtig, wie Cholewinska erklärt: "Es geht nicht darum, einen Gegner zu besiegen, sondern den eigenen Roboter von vor fünf Minuten zu übertreffen."

Die Übertragung per Internet stand auch dieses Mal im Fokus. Sie lief wie in den Vorjahren wieder mithilfe von Computersimulationen ab, die vor einem Greenscreen kommentiert wurden. Bei der Preisverleihung ging es vor allem für China und Deutschland gut aus. Die Länder belegten viele erste Plätze.