NATURALIE

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Mi, 18. Dezember 2019

Gesundheit & Ernährung

Entspannender Samen: die Kakaobohne

Was gut ist, bleibt. Das gilt auch für die Kakaobohne, die der Mensch seit mehr als 5000 Jahren kultiviert. Und seit mindestens fünf Jahrhunderten braut er daraus auch Getränke. Den nötigen Stoff liefert der Theobroma cacao, umgangssprachlich Kakaobaum. Dessen 15 bis 20 Zentimeter lange und bis zu einem halben Kilogramm schweren Früchte enthalten pro Stück 30 bis 60 Samen: die Kakaobohnen. Die stecken so voller sekundärer Pflanzenstoffe, Gerbsäuren, Mineral- und natürlicher Farbstoffe, dass da manche Frucht einpacken kann. Das aus den Bohnen gewonnene reine Kakaopulver enthält beispielsweise sogenannte Polyphenole, die entzündungshemmend wirken und den Blutdruck regulieren können. Sie sollen auch der Entstehung von Tumoren entgegenwirken und unsere Zellen vor Schäden schützen können. Kakao – wer den Geschmack mag, setzt auf schwach entöltes Pulver, auch wenn sich das schwerer auflöst – entspannt dank seines beachtlichen Magnesiumgehaltes wunderbar und tut mit üppig Kalzium und Phosphor auch den Knochen gut. Kakaonibs, Stückchen von Kakaobohnen, zu knabbern, ist also eine hervorragende Idee. Der Urkakao namens "xocóatl" der Azteken wurde übrigens mit Wasser, nicht mit Milch angerührt. Für ein schnelles Dessert 400 Gramm Sojaquark mit vier bis fünf gehäuften Teelöffeln reinem Kakao und zwei Esslöffeln Ahornsirup verrühren. Mit klein geschnittener Banane und Granatapfelkernen servieren.