Die Kunst, sich treiben zu lassen

/ Von Dominik Heißler

& Von Dominik Heißler

Mo, 02. September 2019

Gesundheit & Ernährung

BZ-Plus Im Flow fokussieren wir uns ganz auf das, was wir tun / Auch an der Freiburger Uniklinik schätzt man das Konzept.

Im Flow vergisst man die Zeit. Alles in einem richtet sich darauf aus, diese eine Aufgabe zu lösen. Man hat das Gefühl zu kontrollieren, was man tut, und was man tut, meldet unmittelbar zurück: Es funktioniert. Nahezu alles andere blendet man aus. Wir verschmelzen mit unserer Tätigkeit, fühlen uns eins damit, fühlen uns leicht und grenzenlos.

Der Begriff Flow wurde in den 1970er-Jahren vom ungarischen Psychologen Mihaly Csikszentmihalyi (sprich: Tschick-sent-mihaji) geprägt. Er fragte zunächst viele Künstler und Sportler, wann sie glücklich seien. Sie alle schilderten ihm in ähnlichen Worten einen Zustand absoluter Versunkenheit: als ob alles fließen würde. Später befragte er weltweit Leute in ihrem Alltag. Zehntausende Daten kamen so zusammen. "Immer wenn das Ziel Verbesserung der Lebensqualität heißt, kann die Flow-Theorie den Weg weisen", schlussfolgerte Csikszentmihalyi.

In Südbaden gibt es Flow-Yoga, Flow-Massagen, ja sogar eine Flow-Werkstatt und in Badenweiler ein Flow-Institut. Das psychologische Konzept verwendet dabei allerdings keine der Einrichtungen. Der Leiter des Instituts verweist stattdessen darauf, dass er lange in den USA gelebt habe und der Begriff dort im Alltag sehr gebräuchlich sei. Fündig wird man aber an der Freiburger Universitätsklinik. "Das Flow-Konzept ist ein ziemlicher Hotspot", sagt Claas Lahmann, der Ärztliche Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Verschiedene Disziplinen würden ähnliche Erkenntnisse aufweisen, darunter Felder wie ...

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