Drogenhilfe

Die Substitutionspraxis in Lahr soll erweitert werden

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 08. Dezember 2020 um 11:58 Uhr

Lahr

Die Stadt Lahr rechnet mit Kosten von etwa 50 000 Euro für die Erweiterung der Räume der Drogenhilfe in der Jammstraße. Der Umbau soll im Januar beginnen.

Die Praxis für Substitution der Drogenhilfe, die seit 2018 ihren Sitz ebenfalls in der Jammstraße hat, soll erweitert werden. Für den Umbau der Räumlichkeiten rechnet die Stadtverwaltung mit Kosten von etwa 50 000 Euro. Der Gemeinderat berät darüber in seiner Sitzung am Montag, 14. Dezember.

Die Erweiterung sei notwendig weil die Substitutionspraxis räumlich sehr beengt ist. Nur so könne "eine adäquate Versorgungsstruktur gewährleistet" werden, heißt es in der Vorlage. Derzeit werden etwa 80 Menschen in der Praxis in der Jammstraße substituiert, weitere bei Hausärzten in Lahr und Offenburg. Ab einer Größenordnung von 100 Patientinnen und Patienten arbeite die Praxis nicht mehr defizitär. Dies könne durch die Erweiterung der Räume erreicht werden.

Flüchtlingsband muss sich neue Räume suchen

Das Gebäude in der Jammstraße gehört seit einigen Jahren der Stadt, die es an die Drogenberatung vermietet. Im Gemeindesaal, wo die Substitutionspraxis erweitert werden soll, war bislang der Probenraum der Flüchtlingsband "The Worlderers" untergebracht. Das Mietverhältnis wurde zum Jahresende beendet, damit die Erweiterung ab Januar beginnen kann. Unter anderem müssen die Räume saniert und zusätzlich ausgestattet werden, damit sie den Hygieneanforderungen gerecht werden. Für höheren
Einbruchsschutz müssen die Tür- und Fensteröffnungen ertüchtigt werden.

Wie die Stadtverwaltung erläutert, hat die Kassenärztliche Vereinigung "nach langen Verhandlungen" einen Zuschuss über 20 000 Euro für die Erweiterung zugesagt. Die Differenz von 30 000 Euro trägt die Stadt. Der Mietvertrag wird gestaffelt sein, sodass zunächst auf Mieteinnahmen verzichtet wird bis die Praxis nicht mehr defizitär arbeitet und anschließend schrittweise eine angemessene Miete erhoben werden kann.

Suche nach Platz für die Kirchengemeinde geht weiter

Mit der Kirchengemeinde habe die Stadt Gespräche geführt, um eine Lösung für die ab Januar fehlenden Räume zu finden. Ergebnis: Die Garage der Drogenhilfe könne künftig als Lagerfläche genutzt werden. Offen sei dagegen noch, wo künftig die Gemeindearbeit stattfinden kann. Teilweise können die Räume amDoler Platz als Ausweichfläche genutzt werden. Das sei aber nach Rückmeldung der Gemeindemitglieder nicht ausreichend. Die Gemeinde wolle auf die Stadt mit möglichen Plänen zur Schaffung eines Anbaus an die Kirche zukommen. Die Pläne sollen geprüft werden, sobald sie vorliegen, so die Stadtverwaltung.