Die T-Zellen eilen zu Hilfe

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 07. Mai 2022

Bildung & Wissen

Freiburger Studie zur Immunantwort gegen Omikron .

Die Omikron-Welle ist durch Deutschland gerauscht – und auch Geimpfte oder Genesene haben sich infiziert. Schwere Verläufe sind unter ihnen trotzdem seltener gewesen. Das liegt auch daran, dass es im Immunsystem einen variantenübergreifenden Schutz gibt: Hinter diesem stecken nicht die Antikörper, die sehr spezifisch wirken, sondern die T-Zellen. Wissenschaftler des Universitätsklinikums Freiburg haben jetzt detailliert aufgeschlüsselt, wie dieser Schutz entsteht und das in der Fachzeitschrift Nature Microbiology veröffentlicht, wie die Uniklinik mitteilt.

"Wir konnten in unserer Studie zeigen, dass Gedächtnis-T-Zellen, die nach Impfung oder Infektion mit einer früheren Sars-CoV-2-Variante gebildet wurden, auch die Omikron-Variante sehr gut erkennen und vor einem schweren Verlauf einer Infektion schützen können", erklärt Ko-Studienleiterin Maike Hofmann von der Klinik für Innere Medizin II.

Die Wissenschaftler untersuchten auch, was Genesene und Geimpfte in der Immunantwort unterscheidet. Demnach haben beide eine breite T-Zell-Antwort: "Bei Genesenen erkennen die T-Zellen mehrere Virus-Eiweiße", berichtet Ko-Studienleiter Christoph Neumann-Haefelin. Bei Geimpften dagegen falle die T-Zell-Antwort gegen das Spike-Eiweiß stärker aus als bei den Genesenen, so Neumann-Haefelin. "Werden Genesene geimpft, fallen die T-Zell-Antworten ebenfalls vielfältiger aus und somit steigt der Schutz vor schweren Krankheitsverläufen bei zukünftigen Infektionen", so Neumann-Haefelin.