Endlich kann man den Mai wieder richtig begrüßen

Reinhard Cremer

Von Reinhard Cremer

Mo, 02. Mai 2022

Efringen-Kirchen

Volksmarsch in Istein, SPD-Fest in Kleinkems, aufgerichtete Maibäume am Vorabend und musikalische Grüße am Morgen des 1. Mai.

(cre/kn). Bei idealem Wetter veranstalteten die Isteiner Drübel am 1. Mai nach zweijähriger Unterbrechung ihren 50. Volksmarsch. Im Jahre 1971 hatte der erste Volksmarsch stattgefunden. Initiator und lange Zeit auch Organisator war Jürgen Thüring. Von jedem Jahr hatte er Fotos und Presseberichte gesammelt, die Markus Britsche auf dem Festplatz wirkungsvoll präsentierte.

Das veränderte Konzept des Marsches – erstmalig lag der Festplatz jetzt nicht mehr am Rheinufer, sondern im Ort neben dem Sportplatz und statt drei Kontrollpunkten gab es jetzt nur noch zwei – tat der Veranstaltung keinen Abbruch. Neu war auch, dass alle teilnehmenden Gruppen einen Fragebogen erhielten, den sie unterwegs ausfüllen konnten. "Wir wollen damit die Teilnehmer animieren, den Blick auch mal von der Strecke auf die Umgebung zu richten", begründete Britsche die Aktion. Als Preis winkte der stärksten Wandergruppe wie gewohnt ein Wanderpokal. Ihn erhielt nicht zum ersten Mal die Wandergruppe des Musikvereins Istein mit 25 Teilnehmern.

Auf dem Festplatz unter den Kastanien in Kleinkems hatte der Ortsverein der SPD zum 41. Mal zum 1.-Mai-Fest geladen. Es war das erste Fest nach der Coronapause auf dem Platz. Neben einem Frühschoppen gab es ein Kinderprogramm unter anderem mit Torwandschießen und am Nachmittag ein Polit-Quiz. Beantworten konnte nur jemand die Fragen, sagte Ortsvereinsvorsitzender Armin Schweizer, der oder die den neu aufgelegten Flyer des Ortsvereins eingehend gelesen hatte. Von 60 ausgegebenen Fragebögen kamen 51 korrekt ausgefüllt zurück. Den ersten Preis, eine Fahrt nach Berlin für zwei Personen, gewann Marvin Aberer aus Efringen-Kirchen. Neben Gegrilltem, Kaffee und selbstgebackenem Kuchen gab es erstmals ungarischen Baumkuchen. Die Hälfte des Festerlöses geht als Spende an die Ukraine.

Bereits am Tag zuvor waren in mehreren Orten im Rebland und im Kandertal Maibäume aufgerichtet worden, so auch in allen Ortsteilen von Malsburg-Marzell. Das Marzeller Exemplar, das um 17 Uhr aus dem Wald geholt wurde, war stattliche 20 Meter hoch, weshalb das Aufstellen nicht ohne maschinelle Unterstützung möglich war. Am Sonntag zog dann der Musikverein Edelweiß musizierend durch die Ortsteile, auch eine Maiandacht mit Pfarrerin Susanne Roßkopf in Vogelbach fand regen Anklang.