Offenburger Ortsteil

Erste Tatverdächtige nach Massenschlägerei in Rammersweier ermittelt

Ralf Burgmaier

Von Ralf Burgmaier

Mi, 19. Juni 2019 um 17:08 Uhr

Offenburg

Gegen vier Verdächtige wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Sie sollen bei der Massenprügelei bei der Gründung eines Eritreischen Musik- und Kulturvereins als Aggressoren aufgetreten sein.

Erste Tatverdächtige und Opfer der Massenschlägerei in Rammersweier sind ermittelt. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte haben Beamten des Polizeireviers Offenburg bislang vier mögliche Tatverdächtige im Alter zwischen 20 bis 25 Jahren und zwei Geschädigte im Alter von 22 und 25 Jahren identifizieren können, die an der Massenkeilerei in der Nacht auf Sonntag in Rammersweier beteiligt waren. Gegen die Verdächtigen wird wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt.

Am Samstag war die versuchte Gründung eines Eritreischen Musik- und Kulturvereins in der Mehrzweckhalle von Rammersweier eskaliert. Vor der Halle sollen sich nach Zeugenaussagen 70 bis 100 Personen geprügelt haben.

Tatverdächtige und Opfer stammen nicht aus dem Raum Offenburg

Insgesamt konnten am Wochenende die Personalien von 26 Personen festgestellt werden. Bei allen Personen handelt es sich laut Polizei um Männer eritreischer Abstammung. Sowohl die Tatverdächtigen wie auch die Geschädigten stammen nicht aus dem Raum Offenburg und waren zur Veranstaltung nach Rammersweier angereist.

Die Ermittlungen zur Klärung der Umstände, die zu den Streitigkeiten geführt haben, dauern an. Die handfesten Streitigkeiten fanden nach ersten Erkenntnissen hauptsächlich vor der Halle statt. Es sollen dabei auch Dachlatten als Schlagwerkzeuge oder zur Drohung eingesetzt worden sein.

Beamte des Polizeipräsidiums Offenburg konnten die Streitereien mit Unterstützung der Bundespolizei beenden. Nach Angaben von Anwohnern der Halle hätten aber kleinere Gruppen die Streitigkeiten bis in die frühen Morgenstunden fortgesetzt.

Die Kontrahenten standen laut Polizeibericht überwiegend unter Alkoholbeeinflussung und gaben sich wenig kooperativ. Nach bisherigem Sachstand wurden mehrere Personen leicht verletzt, eine notärztliche Versorgung war jedoch nicht notwendig.