BZ-Serie "gut und gesund Essen" (11)

Essen nach Genen : Wie das Erbgut unser Gewicht steuert

Petra Kistler

Von Petra Kistler

Mi, 29. März 2017 um 20:16 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Warum bleibt der eine schlank, während ein anderer an allen Diäten scheitert? Die Antwort auf diese Frage könnte in unseren Genen liegen. Die Hintergründe geben den Forschern Rätsel auf.

Es gibt Zeitgenossen, die können schlemmen, ohne dass ein Speckröllchen in Sicht ist. Bei anderen reicht es schon, wenn sie den Kühlschrank nur öffnen – schon haben sie einige Gramm mehr auf den Rippen. Warum bleibt der eine mühelos schlank, während ein anderer an allen Diäten scheitert?

Die Antwort auf diese Frage könnte in unseren Genen liegen. Das Erbgut ist mit dafür verantwortlich, ob wir die Kalorien effizient verbrennen oder ob sie unsere Fettzellen wachsen lassen. Wie dies genau geschieht, ist aber immer noch ein Rätsel.

Dass das Erbgut die Neigung zu Rettungsringen beeinflusst, vermuteten die Forscher bereits in den 70er- und 80er-Jahren. Bei einer Untersuchung von 540 Erwachsenen, die adoptiert worden waren, verglichen sie die Figur der Versuchsteilnehmer mit den Adoptiveltern und leiblichen Eltern. Ergebnis: Die leiblichen Eltern waren häufig sehr ähnlich gebaut.

Es gibt aber nicht das Dickmach-Gen. An die 100 Stellen im Erbgut hängen mit dem Body-Mass-Index des Menschen zusammen. Zu diesem Ergebnis kam die bislang größte internationale Genomstudie mit mehr als 339 000 menschlichen Proben. Ein prominenter Vertreter ist das mit den Buchstaben FTO abgekürzte Gen, das eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Appetit- und Sättigungsgefühls spielt. Die Betroffenen müssen, so die Fachzeitschrift Geo Wissen, mehr essen als andere, damit sie sich satt fühlen. Zudem gebe es Hinweise, dass sie mehr Lust auf Fettiges und Süßes verspüren.

Bekannt ist auch, dass Amerikaner mit ...

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