Corona-Pandemie

Firmenkunden beziehen weniger Strom von Energiedienst

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 27. Juli 2020 um 16:05 Uhr

Kreis Lörrach

Die Pandemie trifft Energiedienst: Das verdeutlichen die Zahlen des deutsch-schweizerischen Energieversorgers für das erste Halbjahr 2020. Hinzu kommen negative Effekte aus dem Kapitalmarkt.

Die Energiedienst Holding mit Sitz in Laufenburg (Schweiz) hat im ersten Halbjahr 2020 trotz der Corona-Krise ein deutlich besseres operatives Ergebnis erzielt als im Vorjahr. Der unbeständige Kapitalmarkt drücke jedoch den Gewinn vor Zinsen und Steuern, heißt es in einer Pressemitteilung des deutsch-schweizerischen Energieversorgers. Wegen der Pandemie wurde bei Geschäftskunden weniger Strom abgesetzt.

Konkret stieg der Betriebsertrag im Vergleich zur Vorjahresperiode um 49 Millionen auf 532 Millionen Euro. Eine positive Preisentwicklung im Vertriebsgeschäft Strom, die gestiegenen Stromhandelsmengen, ein Anstieg der durchlaufenden regulatorischen Geschäfte sowie höhere Netznutzungserlöse hätten dazu geführt. Ebenso erhöhte sich der Gesamtstromabsatz um 10,6 Prozent auf 4,5 Milliarden Kilowattstunden (kWh). Dabei stieg das Volumen im Stromhandel.

Positive Einflüsse können negative Effekte nicht vollständig kompensieren

Der Absatz an Kunden hingegen fiel um 123 Millionen kWh. Dies sei zum großen Teil auf den verringerten Stromverbrauch von Geschäftskunden wegen der Corona-Pandemie zurückzuführen.

Die positiven Einflüsse konnten aber die negativen Effekte aus dem Kapitalmarkt nicht vollständig kompensieren. Das betriebliche Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank daher gegenüber dem Vorjahr um eine Million Euro auf 12 Millionen Euro. Der Gewinn nach Steuern sank um sechs Millionen Euro auf acht Millionen Euro. Das um nichtoperative Effekte bereinigte Ergebnis der Gruppe stieg im ersten Halbjahr aber um 8 Millionen Euro auf 24 Millionen Euro.

"Die Pandemie geht aber auch an der Energiedienst-Gruppe mit mehr als 270.000 Stromkunden und rund 1000 Mitarbeitenden nicht spurlos vorüber. Dennoch sind die Auswirkungen bei uns lange nicht so stark wie in anderen Branchen", wird Jörg Reichert, Vorsitzender der Geschäftsleitung, zitiert. Wegen Corona-Pandemie werde der im Geschäftsjahr 2020 angestrebte EBIT in Höhe von 41 Millionen Euro nicht erreicht.