Corona-Bekämpfung

Fluggäste aus Risikoländern werden am Euroairport getestet

sda

Von sda

So, 02. August 2020 um 13:20 Uhr

Basel

Am Flughafen Basel-Mulhouse werden ankommende Passagiere aus Serbien, der Türkei und Israel auf das Coronavirus getestet. Der Euroairport (EAP) führte am Samstag verpflichtende Tests ein.

Getestet würden bei der Einreise aus den betroffenen Ländern alle Passagiere ab zwölf Jahren direkt am Flughafen vor der Passkontrolle von der regionalen französischen Gesundheitsbehörde Agence Régionale de Santé Grand-Est (ARS) vor der Passkontrolle, teilte der Flughafen mit. Es sei deshalb mit längeren Wartezeiten bei der Einreise zu rechnen. Die Tests würden auf Anordnung des französischen Staats durchgeführt, sagte EAP-Sprecher Stefan Wyer der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Getestet werden auch Passagiere in die Schweiz

Getestet würden aber nicht nur Passagiere aus den drei betroffenen Ländern, die nach Frankreich einreisen wollten, sondern auch jene, die Schweizer Boden betreten wollten. Während ein negativer Test Passagiere mit Ziel Frankreich von der Quarantäne-Pflicht entbindet, ersetzt er die Quarantäne für Passagiere mit Ziel Schweiz nicht. In der Schweiz gilt für Passagiere aus gegenwärtig 42 Staaten oder Gebieten mit hohem Infektionsrisiko eine zehntägige Quarantäne, darunter auch Serbien und Israel. Diese haben sich bei den kantonalen Gesundheitsbehörden an ihrem Wohn- oder Aufenthaltsort zu melden. Die Türkei gilt laut Schweizerischem Bundesamt für Gesundheit (BAG) nicht als Risikoland.

In Zürich und Genf gibt es vorerst keine obligatorischen Tests. Diese müssten vom Bund angeordnet werden, sagte eine Sprecherin des Flughafens Zürich auf Anfrage. Frankreich hatte vor einer Woche angekündigt, dass Reisende aus 16 Ländern bei der Ankunft in Frankreich einen Corona-Test machen müssen. In Frankreich steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit einigen Wochen wieder leicht. Mit mehr als 30.000 Toten ist Frankreich schwer von der Corona-Pandemie getroffen.