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Warum gehen Schnürsenkel immer von alleine auf?

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Sa, 29. Februar 2020 um 17:44 Uhr

Bildung & Wissen

Sorgsam geknotet und fest gezogen: die Schleife am Schuh sitzt. Doch wie aus heiterem Himmel löst sie sich, wenn man später unterwegs ist, und man muss sie neu binden.

Wissenschaftler der US-amerikanischen University of California haben untersucht, warum das so ist. Sie schnürten verschiedene Schuhe und Schleifen, baumelten dann im Sitzen mit den Füßen, stampften auf oder joggten. Ihr Fazit: Die Erschütterungen beim Laufen lockern den Knoten nach und nach – je lockerer er gebunden ist, umso schneller.

Übrigens auch, wenn die Erschütterungen von der Seite kommen. Zudem wirken Trägheitskräfte auf Schleife und lose Enden der Schnürsenkel. Die baumeln beim Beschleunigen und Abbremsen des Läufers hin und her – und lösen so langsam die Schleife.

Hier hilft es, die Schnürsenkel gleichmäßig zu binden. "Natürlich spielt die Rauigkeit des Materials eine Rolle", sagt Peter Woias, Inhaber des Lehrstuhls für "Konstruktion von Mikrosystemen" am Institut für Mikrosystemtechnik der Universität Freiburg, "deswegen machen wir die Schnürsenkel – in der Regel – auch nicht aus glattem Kunststoff."

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