"Die Menschen leben – aber unter katastrophalen Bedingungen"

Yvonne Weik

Von Yvonne Weik

Mo, 07. Oktober 2013

Freiburg

BZ-INTERVIEW mit der Studentin Dunja Khoury, die sich sechs Wochen lang in einem syrischen Flüchtlingscamp engagiert und beim Aufbau einer Schule hilft.

Viele haben nur noch die Kleidung, die sie am Körper tragen – und ein Zelt über dem Kopf. Sie sind geflüchtet vor dem Bürgerkrieg in Syrien, das Flüchtlingslager "Atme-Camp" ist ihre neue Heimat. 25 000 Menschen leben dort, die Hälfte davon sind Kinder. Die Freiburger Studentin Dunja Khoury ist zum zweiten Mal dort, um zu helfen. Yvonne Weik hat mit ihr Kontakt aufgenommen.

BZ: Sie fahren jeden Tag von der Türkei ins Atme-Camp. Wie geht es den Menschen dort?

Khoury: Sie leben – aber unter katastrophalen Bedingungen. Es fehlt an medizinischen Hilfsgütern, an Lebensmitteln, an Schulbildung. Ich sehe viele Kinder mit Hautkrankheiten, Durchfall und Infekten. Auch die hygienischen Verhältnisse sind sehr schlecht. Die Menschen leben in undichten Zelten. Viele haben keinen Schutz, weder vor Hitze noch vor Regen und Kälte. Mein Herz krampft sich zusammen, wenn ich daran denke, dass der Winter bald kommt. Es gibt keinen Strom, ...

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