20. November 1944

Nach dem Bombenangriff auf Freiburg wurden viele Opfer in einem Gemeinschaftsgrab beerdigt

Carola Schark

Von Carola Schark

Di, 27. November 2018 um 16:18 Uhr

Freiburg

BZ-Plus Vor 74 Jahren wurde Freiburg bei einem britischen Bombenangriff stark zerstört. Für die Opfer wurde auf dem Hauptfriedhof eine gemeinsame Grabstätte angelegt, die vor 60 Jahren eingeweiht wurde.

Vor der Einsegnungshalle des Hauptfriedhofs befindet sich ein Massengrab mit umlaufenden Platten, in die Namen eingraviert sind. 1664 Opfer des Bombenangriffs vom 27. November 1944, aber auch späterer Angriffe, zum Beispiel des amerikanischen Tagangriffs auf die Oberau vom 2. Dezember 1944, sind hier bestattet.

Schon nach den ersten Bergungen am 29. November wurde die im Nazi-Sprachgebrauch als "Kameradschaftsgrab" bezeichnete Ruhestätte ausgehoben. In sieben Reihen zu drei Schichten wurden die Opfer in Anwesenheit eines katholischen und eines evangelischen Geistlichen begraben. Durch das Feuer waren die Leichen so verschmort, dass ganze Familien in einem Pappkarton beigesetzt wurden.

60 Mann der Luftschutzpolizei sowie Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter waren mit Bergung und Bestattung beschäftigt. Vor Anlage des Gemeinschaftsgrabes hatte sich hier eine dreiteilige Grünanlage mit runden Beeten und einem Springbrunnen befunden. Hinterbliebene und Freunde schmückten die Grabstätte eifrig und individuell.

Ganze Familien in einem Pappkarton
Schon im Jahr 1945 gab es Pläne, das Grab in eine bessere, einheitlichere Form zu bringen, die jedoch mangels finanzieller Mittel und der allgemein schlechten Versorgungslage nicht realisiert ...

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