Wohnen

Für Sanierungsarbeiten im Gebiet Ringsheim Nord winken Zuschüsse

Adelbert Mutz

Von Adelbert Mutz

Sa, 15. Mai 2021 um 14:00 Uhr

Ringsheim

Nachdem das erste Sanierungsvorhaben im Gebiet Ringsheim von Erfolg gekrönt war, soll nun durch das neue Vorhaben Ringsheim Nord die Attraktivität des Ortes gestärkt werden.

Nachdem das erste Sanierungsvorhaben im Gebiet Ringsheim Ortsmitte rund um das Rathaus von Erfolg gekrönt war, soll nun durch das neue Vorhaben Ringsheim Nord die Attraktivität des Ortes als Wohnstandort gestärkt werden. Insgesamt beträgt der Förderrahmen für öffentliche und private Sanierungsvorhaben derzeit 3,6 Millionen Euro.

Im ersten Fördertopf stehen zunächst 1,3 Millionen Euro zur Verfügung, 800 000 Euro werden von Bund und Land finanziert (60 Prozent), der Eigenanteil der Gemeinde beträgt rund 533 000 Euro (40 Prozent). Im Februar wurde das Vorhaben in das Programm "Wachstum und nachhaltige Erneuerung" aufgenommen. Das rund neun Hektar große vorläufige Sanierungsgebiet liegt nördlich der Hauptstraße mit Ettenheimer Straße, Kleine Wolfgangstraße, Ziegelstraße, Im Winkel, Teilen des Graswegs, Herrenstraße und Kirchstraße. Eingeschlossen sind das Gemeindehaus an der Alten B3 und das Bürgerhaus, wo jeweils Sanierungsmaßnahmen erforderlich sind.

In einer Live-Übertragung aus dem Rathaus konnten Interessierte an einer Bürgerinformation teilnehmen. Rund 20 Zuschaltungen verzeichnete Bürgermeister Pascal Weber, tags darauf hatten sich bereits mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger das Video auf der Homepage der Gemeinde angesehen. Bürgermeister Pascal Weber, Projektleiter Konstantin Schmidt von der STEG Freiburg und Stadtplaner Elmar Gross aus Karlsruhe erläuterten das Projekt. Eine Haushaltsbefragung war Teil der Strategie der Gesamtmaßnahme. Ziele der vorbereitenden Untersuchung sind die Stärkung der kommunalen Individualität, die Verbesserung des Wohnungsbestandes, die Aufbereitung von Brachflächen, die Stabilisierung der Gewerbegebiete sowie die Betrachtung der ökologischen Aspekte.

Schönheitsreparaturen reichen nicht aus, um Zuschüsse zu erhalten.

Wer aus dem Sanierungstopf profitieren will, muss sich zunächst mit Fragebögen auseinandersetzen, um die Bedürfnisse zu erkennen. Diese Mitwirkung sei unerlässlich, so Projektleiter Schmidt. Um in den Genuss der Zuschüsse zu kommen, müssen die Maßnahmen "umfassend" sein, betonten Schmidt und Gross. Schönheitsreparaturen wie ein neuer Hausanstrich reichen nicht aus. So sei eine Abbruchförderung an die Planung des Neubaus gekoppelt. Der Förderrahmen bei privaten Maßnahmen liege zwischen 35 und 50 Prozent, bei Abbruch bei 100 Prozent.

Insgesamt sei der Zuschuss an die Verbesserung der Wohnsituation gekoppelt, wobei die energetische Sanierung eine wesentliche Rolle spiele. Die Sanierung der Gemeindegebäude und Straßen ist ebenfalls Teil des Projektes. Darunter fallen die Nachnutzungen des Feuerwehrhauses und des Bauhofes, der Neubau der Einsegnungshalle, die energetische Sanierung des Bürgerhauses und die zukünftige Nutzung des Gemeindehauses an der Alten B3. Eine Aufwertung soll auch der Platz vor der Bäckerei Bosch erfahren. "Die nächsten Jahre werden spannend", sagte Bürgermeister Weber, "es geht um modernes Wohnen in der Ortsmitte, das wird Ringsheim noch attraktiver machen."