Efringen-Kirchen

Gefahrgutzüge standen, weil sie nicht weiter in die Schweiz fahren konnten

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 15. Dezember 2020 um 18:11 Uhr

Efringen-Kirchen

Warum standen am Wochenende wieder längere Zeit Züge mit Gefahrgut in Efringen-Kirchen? Und warum standen neben dem einen Gasflaschen? Thorsten Krenz, Bevollmächtigter der Bahn für Baden-Württemberg, erklärt es.

Der Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger hatte die Frage des Anwohners Friedrich Lehr, warum erneut Gefahrgutzüge in der Nähe seines Wohnhauses stehen, an Thorsten Krenz gesandt, der Konzernbevollmächtigte der Bahn für das Land Baden-Württemberg antwortete prompt. Auf Gleis 1 stand der Zug laut Krenz vom vergangenen Mittwoch, 16 Uhr, bis am frühen Montag. Der Zug auf Gleis 5 stand seit Samstagabend und konnte Dienstag früh weiterfahren.

Zum Grund des langen Aufenthalts gibt Thorsten Krenz weiter, dass "die Schweizer Bundesbahn aufgrund einer hohen Eingangsverspätung der Züge kurzfristig die Übernahme der Züge" weigerte, so dass nur noch ein Halten kurz vor der Schweizer Grenze in Frage kam. Da es sich nicht um DB-Züge, sondern Züge anderer Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) handelte, könne er keine Angabe zum Ladegut und Laufweg des Zuges machen, so Krenz. Im Übrigen weist er darauf hin, dass EVU, die Güterzüge temporär abstellen müssen, dies rechtmäßig tun. "Das relativiert nicht die daraus resultierenden Sorgen und Bedenken der Anwohner, macht aber deutlich, dass sich die EVU an geltendes Recht und das Gesetz halten und alle damit verbundenen Auflagen einhalten," betont Krenz.

Zu den roten Gasflaschen, die auf zwei Paletten neben einem Zug standen, merkt er an, dass diese für Schweißarbeiten bei der Schienenerneuerung benötigt wurden. Die Baufirma habe sie nach dem Ende der Arbeit inzwischen entfernt.