Trisomie 21

Der kleine Paul und seine Familie – Leben mit dem Downsyndrom

Nadine Zeller

Von Nadine Zeller

Fr, 21. März 2014 um 08:37 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Neun von zehn Embryos, bei denen das Downsyndrom diagnostiziert wird, werden abgetrieben. Nicht so Paul, ein Junge aus Freiburg. Und das ist gut so – das Baby mit Trisomie 21 wird innig geliebt.

Paul fixiert das Stehaufmännchen. Er bohrt die Fersen in den Unterarm der Physiotherapeutin, stößt sich ab und greift nach vorne – er will es haben, dieses blaurote Wackelding. Dazu muss er sich aufrichten und die Bauchmuskeln anspannen. Das strengt an. Trainerin Barbara Sailer-Kramer nickt. Der Paul – er macht das gut heut’ morgen. Will was, und holt es sich. Ihre linke Hand, die Pauls Brust stützte, zieht sie weg. Starthilfe zu geben – das ist ihre Aufgabe. Arbeiten muss er selbst.

Freude, wenn Paul nach einem Spielzeug greift
Es ist 10 Uhr morgens in einer Gemeinschaftspraxis im Freiburger Rieselfeld. Silke Kohlmann ist mit ihrem sechs Monate alten Sohn regelmäßig hier. Paul hat Trisomie 21 – auch Downsyndrom genannt. Die 34-jährige Zeitungsredakteurin besucht die Physiotherapeutin einmal die Woche. Diese macht mit Paul Bewegungstherapie nach den Methoden von Vojta und Bobath. Die Behandlung hilft, die Muskelspannung zu stärken. Diese ist bei Kindern mit Downsyndrom nach der Geburt deutlich vermindert. Deshalb freut sich Silke Kohlmann, wenn Paul nach dem Spielzeug greift. Das ist Training. Und heute verläuft es in Pauls Sinne: So nah ist er an das Stehaufmännchen herangerobbt, dass er es mit den Lippen berührt. Das Wackelding – es bekommt erst mal einen ...

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