BZ-Dashboard

Aktuelle Daten zum Coronavirus in Baden-Württemberg, Deutschland und der Welt

Konstantin Görlich

Von Konstantin Görlich

Fr, 05. August 2022 um 16:39 Uhr

Südwest

Wie ist die Corona-Inzidenz heute in Freiburg, Lörrach, Emmendingen, der Ortenau und überall in Baden-Württemberg? Wie belastet sind Intensivstationen? Das BZ-Dashboard zeigt täglich aktuelle Zahlen.

Teilweise keine neuen Daten an Wochenenden und Feiertagen
Derzeit meldet das Landesgesundheitsamt nur noch an Arbeitstagen aktuelle Corona-Daten für Baden-Württemberg. Das Amt begründet das mit den Meldefristen im Infektionsschutzgesetz. Die Badische Zeitung setzt die Aktualisierung des Corona-Dashboards daher an Wochenenden und Feiertagen bis auf weiteres aus. Nach Wochenenden und Feiertagen beziehen sich aus systematischen Gründen Vergleiche zum Vortag auf den letzten bekannten Wert, in der Regel vom Freitag. Wo Inzidenzdaten weiterverarbeitet werden müssen, werden fehlende Daten linear interpoliert. Daten aus anderen Quellen laufen weiter täglich automatisch ein. kmg


Wo ist die aktuelle Corona-Stufe?
Die Corona-Verordnung in Baden-Württemberg enthält kein Stufensystem mehr, sondern nur noch einige wenige allgemeine Regeln. Die Darstellung der aktuell gültigen Regeln entfällt damit. kmg


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Die Wirkung der Impfungen ist ein Hauptgrund für die unterschiedliche Verteilung der Neuinfektionen auf die verschiedenen Altersgruppen im Land, wie das folgende Kartenpaket zeigt. Möglich ist das durch RKI-Daten, die Datenanalyst Sebastian Mohr aufbereitet und veröffentlicht hat. Seine Visualisierung zeigt auch die Daten für die Landkreise in ganz Deutschland.


















Wo sind die Kreisimpfquoten?
Die Aktualisierung der Impfquoten auf Landkreisebene ist wegen des derzeit sehr geringen Impfgeschehens seit Mitte Juni 2022 bis auf weiteres ausgesetzt.














Häufig gestellte Fragen

Wie hängen Inzidenz und Intensivfälle zusammen?

Zwischen der Intensivbelegung mit Covid-Patienten und der Fallzahl besteht ein direkter Zusammenhang: Mehr Infektionen führen zu mehr Intensivfällen. Allerdings treten diese zeitlich verzögert auf, da zwischen bestätigter Diagnose und dem etwaigen Eintritt intensivpflichtiger Symptome einige Zeit vergeht. Da inzwischen sehr viele Menschen geimpft sind, müssen mehr Fälle als früher auftreten, um frühere Intensivbelegungszahlen zu erreichen. Eine Entkopplung ist das aber nicht, sondern lediglich eine weitere Verzögerung. Es handelt sich dabei um eine Eigenheit des exponentiellen Wachstums.

Was ist die 7-Tage-Inzidenz?

Sie zeigt, wie viele neue Menschen in einem Gebiet in den jeweils vorausgegangenen 7 Tagen positiv getestet wurden. Damit die Zahlen der Gebiete vergleichbar werden, wird dieser Wert auf 100.000 Einwohner heruntergerechnet. Allerdings sind etwa die Kreise trotzdem noch unterschiedlich strukturiert und verwaltet, sodass ihre Werte nicht bis ins Detail verglichen werden können.

Warum sind die Zahlen der Landratsämter höher als die des Landesgesundheitsamts?

Wir zeigen die Werte, die das Landesgesundheitsamt täglich meldet. Doch auch die Landratsämter melden eigene Werte und auch eigene 7-Tage-Inzidenzen. Diese liegen meist höher als die Meldungen vom Land. Das liegt daran, dass das Land in seiner Berechnung nachträgliche Korrekturen mit einbezieht, die Kreise aber ihre eigenen Meldungen unverändert einrechnen. Zudem enthalten zumindest die Fallzahlen der Landkreise nicht nur positive PCR- sondern auch Antigentest-Ergebnisse, was nicht der Referenzdefinition entspricht. Die Landeszahlen hingegen entsprechen dieser.
Ein Beispiel: Hat ein Kreis vor 7 Tagen also 50 Fälle gemeldet, gehen diese 50 Fälle heute voll in die Berechnung ein. Hat das Land in diesen 7 Tagen aber inzwischen festgestellt, dass 30 dieser 50 Fälle länger zurückliegen oder woanders zuzuordnen sind, gehen nur noch 20 in die Berechnung ein. Der Wert ist realistischer – und immer geringer.

Weitere Informationen zu abweichenden Zahlen der Kreise, zur Meldeverzögerung und weiteren Aspekten der Daten des Landesamtes gibt es in den FAQ des Ministeriums.

Konzept: Joshua Kocher und Konstantin Görlich

Programmierung, Auswertung, Weiterentwicklung: Konstantin Görlich

Mitarbeit: Valentin Heneka, Annika Vogelbacher, Felix Klingel, Carolin Buchheim und Stefan Mertlik