Laufende Kosten treffen Kulturkreis

Ilona Hüge

Von Ilona Hüge

Do, 18. Juli 2019

Herbolzheim

Kulturkreis Herbolzheim präsentiert Ideen für kommendes Jahr.

HERBOLZHEIM. Der Kulturkreis Herbolzheim hat am Dienstag in der Hauptversammlung Bilanz gezogen. Die Arbeit für Veranstaltungen und Kulturfahrten läuft. Dieses Jahr fanden bereits vier Fahrten statt, weitere Ideen wurden am Abend besprochen. Nach dem offiziellen Teil gab es einen Vortrag von Rüdiger Weis zum naturnahen Garten mit Lebensräumen für Schmetterlinge, Insekten und Vögel.

2018 beschäftigte die Ausstellung mit Werken von Walter Eberhardt die Mitglieder im Kulturkreis. Sie fand unter dem Titel "Aspekte der Heimat" vom 17. Juni bis zum 8. August statt. Um Herbst stellten Edeltraud Kunzer und andere Künstler im Torhaus aus. Eine Fahrt ins Museum Würth nach Erstein stand auf dem Programm. Die Kasse schloss Kassenwart Richard Obert mit einem kleinen Minus. "Auf niedrigem Niveau geht es uns finanziell gut", fasste er zusammen.

Die Mitgliedsbeiträge von rund 70 Mitgliedern werden zunehmend von den laufenden Kosten belastet. Fast 40 Prozent der Einnahmen gehen in Kontogebühren und Versicherungsbeiträge. "Wir werden uns im Vorstand darüber unterhalten",sagte Herbert Oesterle, Vorsitzender im Kulturkreis. Der Austausch zu Themen findet auf Vorstandsebene immer häufiger per E-Mail statt. Auch die meisten Rundbriefe an die Mitglieder gehen auf diesem Weg an die Empfänger.

Pläne fürs zweite Halbjahr 2019 wurden in der Hauptversammlung diskutiert. Neben einer Autorenlesung mit Johannes Diez in Zusammenarbeit mit "Bücherwurm" und Bücherei am 7. Oktober um 20 Uhr im Torhaus soll es auf jeden Fall noch eine Fahrt nach Erstein geben. Im Museum Würth stellt der Portugiese José de Guimares aus. Offen blieb, ob es eine Fahrt in die Humanisten-Bibliothek nach Selestat geben soll, einen Besuch im Lalique-Museum im Elsass, im Fabergé-Museum in Baden-Baden oder eine Fahrt nach Basel.

2020 zeichnet sich eine Ausstellung ab, passend zum 100. Geburtsjahr des Herbolzheimer Kunstmalers Emil Geppert. Seine Bilder sind im Besitz der Stadt. Herbert Oesterle und Reinhold Hämmerle sichten gerade, was sich im Archiv befindet. Ob Kulturkreis und Stadt bei dem Thema in Konkurrenz treten oder zusammenarbeiten, ist noch offen. In der Versammlung wurde kritisiert, dass die Stadt Herbolzheim eigene Veranstaltungen groß und wiederholt angekündigt habe, der Kulturkreis aber Mühe habe, Mitteilungen im Amtsblatt unterzubringen.

Im Anschluss an die Hauptversammlung hielt Rüdiger Weis einen Vortrag. "Trau keinem Garten in dem kein Unkraut wächst", lautete die Überschrift der Präsentation, in der Weis Bilder aus seinem Garten in Tutschfelden zeigte. "Es darf viel wild wachsen", ermunterte er zu einem "wenig reglementierten" Garten, der Tieren und Pflanzen unterschiedliche Lebensräume bieten soll.

"Wasser ist in jedem Garten ein Muss", sagte er, ebenso Efeu. Wenn Efeu blüht, ist er im Spätsommer Nektar für Schmetterlinge und Insekten, erklärte Weis. Damit neue Generationen von Schmetterlingen heranwachsen können, brauche es aber auch die eher ungeliebten Brennnesseln. Sie sind wichtig für die Eiablage der Schmetterlinge und sollten daher immer wieder frisch in jedem Garten gedeihen können.