Expo

IBA Basel 2020 muss den Abschluss um ein Jahr verschieben

Michael Baas

Von Michael Baas

Fr, 05. Juni 2020 um 08:00 Uhr

Basel

Die Internationale Bauausstellung (IBA) Basel 2020 endet dieses Jahr. Die Schlusspräsentation des zehnjährigen Prozesses aber wird coronabedingt nach 2021 verschoben.

Die Internationale Bauausstellung (IBA) Basel 2020 endet dieses Jahr. Die Schlusspräsentation des zehnjährigen Prozesses aber wird coronabedingt verschoben nach 2021. Das hat der IBA-Lenkungsausschuss beschlossen. Ursprünglich hätte die IBA Basel Expo diesen Monat im Buckminster Fuller Dome im Weiler Vitra Campus beginnen und im September enden sollen.

Internationale Bauausstellungen sind ein in Deutschland entwickeltes Instrument der Stadt- und Regionalentwicklung. Die IBA Basel aber hatte von Beginn an einen besonderen Charakter. Das beginnt damit, dass sie die erste grenzüberschreitende, im wahrsten Sinn also internationale, Bauausstellung ist, und endet damit, dass die Projekte nicht von einer Leitung von oben definiert, sondern an der Basis, in den Kommunen und von der Bevölkerung entwickelt wurden. Damit hatte sie aber von Anfang an auch die Rolle einer Ideenwerkstatt, eines Thinktank, wie sie ihr Präsident, der Basler Regierungsrat Hans-Peter Wessels, schon nannte.

Kein heimlicher Abschied der IBA

Die Realisierung gebauter Architektur war in diesem Ansatz des weiteren prozesshaften Vernetzens über die Grenzen dagegen immer nachrangig. Das nährte zeitweise bis in politische Gremien Zweifel am Nutzen und Output dieser IBA. Unter dem Strich stehen nun gleichwohl 25 Projekte und Projektgruppen – vom Landschaftspark Parc des Carrières bei Basel über eine Ortsmitte für Grenzach-Wyhlen, von Rheinuferwegen bis zur koordinierten Umgestaltung von Grenzvierteln in Lörrach und Riehen. Spekulationen, die IBA könne sich im Corona-Schatten heimlich verabschieden, weist Wessels denn auch vehement zurück. Genaues wird am Montag kommuniziert. Tatsächlich wurde bereits im Mai per Ausschreibung ein Dienstleister gesucht, der ein Reliefmodell der Region und ein Projektionssystem für die Schlusspräsentation realisiert – nun eben für 2021.