Schulbeginn

"Ich empfehle Geduld und Gelassenheit", sagt Schulpsychologe Frank Breipohl

Michael Baas

Von Michael Baas

Mi, 11. September 2019 um 08:01 Uhr

Lörrach

BZ-Plus Frank Breipohl leitet die Schulpsychologische Beratungsstelle Lörrach. Er weiß, wie Eltern den Schulalltag ihrer Kinder konstruktiv begleiten können. Und was hilft, wenn Kinder gemobbt werden.

Die großen Ferien für die Schulen ist vorbei. Auch wenn Schulleitungen und Stundenplanmacher schon länger über dem Schuljahr brüten, beginnt das für Schüler und Eltern am Mittwoch mit dem Unterricht. Dieser Alltag mit Klassenarbeiten, Noten, Zeugnissen und Elternabenden sorgt bei vielen für gewisse Anspannung. Michael Baas hat den Leiter der Schulpsychologischen Beratungsstelle Lörrach, Frank Breipohl, zum Umgang mit dem Schulalltag und zu einer konstruktiven Begleitung seitens der Eltern befragt.

BZ: Herr Breipohl, der Schulbeginn löst möglicherweise gemischte Gefühle aus. Was rät der Schulpsychologe da?
Breipohl: Das kommt – wie meist in der Psychologie – auf den Einzelfall an. Mitunter gibt es sicher gute Gründe für gemischte Gefühle, bei anderen sind sie unbegründet, sind Sorgen nicht angebracht.

BZ: ... und was wären gute Gründe?
Breipohl: Pauschalisierungen sind auch da schwierig. Aber ein Thema, das regelmäßig für Anspannung sorgt, sind die Übergänge, und zwar auf allen Stufen, vom Kindergarten in die Grundschule bis zum Wechsel von der Mittelstufe der Gymnasien in die Kursstufe. Das sind für alle Beteiligten Herausforderungen und beim Wechsel auf weiterführende Schulen wächst für die Kinder der Erwartungsdruck und damit die Ängste, zu versagen oder Eltern zu enttäuschen. Grundschulen orientieren sich zudem noch mehr an kindlichen Welten. Auch insofern bedeutet der Wechsel eine Umstellung, für die Kinder und Jugendliche gegebenenfalls mehr Zeit und Zuwendung brauchen.
Frank Breipohl (Jahrgang 1967) stammt aus Bielefeld. Er studierte dort Psychologe, war danach zunächst im Psychologischen Dienst im St. Josefshaus in Rheinfelden und der beruflichen Rehabilitation im Bürgerspital Basel tätig. Seit Gründung der Schulpsychologischen Beratungsstelle in Lörrach 2008 arbeitet er da und leitet diese seit 2009.
BZ: Sie sprechen von Zuwendung: Wie können Eltern konstruktiv damit umgehen, dass Ihre Kinder in der Schule mit Zäsuren konfrontiert sind?
Breipohl: Auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole, ...

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