Mobilität

Initiative fordert mehr Radstreifen auf Freiburger Hauptverkehrsstraßen

Simone Lutz

Von Simone Lutz

Mo, 27. April 2020 um 15:54 Uhr

Freiburg

Damit der empfohlene Sicherheitsabstand auf der Straße eingehalten werden kann, fordert eine Initiative temporär mehr Fahrbahnen für Radler. Die Stadtverwaltung hält davon allerdings nichts.

Am Sonntag war ein Fahrstreifen des Schlossbergrings gesperrt – eine Aktion, mit der die Initiative "Fuss- und Radentscheid Freiburg" auf ihr Anliegen hinweisen wollte. Jetzt, wo während der Corona-Pandemie wesentlich weniger Autos unterwegs sind, sollten an den mehrspurigen Hauptverkehrsstraßen die rechten Fahrstreifen zu Radfahrstreifen umgewidmet werden.

Damit der empfohlene Sicherheitsabstand auf der Straße eingehalten werden kann, braucht es dringend eine schnelle Veränderung der Aufteilung des Straßenraums, heißt es bei der Initiative. Straßen wie Loretto- oder Sautierstraße könnten temporär Spazierstraßen werden, Fahrradstraßen seien etwa in der Carl-Kistner- oder der Waldkircher Straße möglich. Popup-Bikelanes, also temporäre Radstreifen, seien möglich etwa in der Basler Straße, in der Zähringer Straße oder eben am Schlossbergring.

Die Stadtverwaltung kann diesen Ideen nichts abgewinnen. Zwar habe der Autoverkehr wegen Corona abgenommen, so Rathaussprecher Toni Klein, aber auch der Radverkehr: An den Dauerzählstellen seien seit der Pandemie 30 bis 50 Prozent weniger Radler registriert worden. Außerdem würde die Ausweisung zusätzlicher Radstreifen auf Straßen Anordnungen, Abstimmungen, Beschilderungen, Ampelschaltungen und Markierungen erfordern, was die Verwaltung derzeit nicht leisten könne. Kurzfristig sei das nicht möglich und wegen der beschränkten Dauer des deutlich reduzierten Verkehrsaufkommens auch nicht sinnvoll.

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