Istein hält trotz Corona an seinen Traditionen fest

Reinhard Cremer

Von Reinhard Cremer

Sa, 17. Oktober 2020

Efringen-Kirchen

Verlegung des Neujahrsempfangs in die Halle geplant / Kulturstiftung stellt keine Kerzen für Kriegsgefallene mehr, Spender springen ein.

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Von den Auswirkungen der sich verschärfenden Corona-Anordnungen bleibt auch der Neujahrsempfang in Istein nicht verschont. In der Sitzung des Ortschaftsrates teilte Ortsvorsteherin Daniela Britsche mit, dass der Neujahrsempfang 2021 wohl stattfinden werde, jedoch nicht im Gregoriushaus. Eine mögliche Option sei die Festhalle. Britsche bedauerte die wahrscheinliche Verlegung, gehe so doch etwas vom Charakter des Empfanges im Gregoriushaus aus. Eine Entscheidung will das Gremium im November treffen.

Wie üblich, sollen aber auch in diesem Jahr in Istein Allerheiligen und Volkstrauertag am 1. November gemeinsam begangen werden. Die Feier werde zwar wieder auf dem Friedhof stattfinden, jedoch – bei jedem Wetter – im Freien. Man sei sich bewusst, so Britsche, dass womöglich weniger Teilnehmer zur Feier kommen werden. Das Ehrenmal soll dazu wieder ein würdiges Aussehen bekommen. Es werde gereinigt, die Schrift soll erneuert werden, hieß es. Finanziert wird die Sanierung aus dem Restvermögen des aufgelösten Gesangvereins. Britsche betonte, dass die Gemeindekasse damit nicht belastet werde.

Bisher stellte die Isteiner Kulturstiftung an Allerheiligen und Weihnachten stets Kerzen im Gedenken an die Kriegsgefallenen auf. Dieses Jahr wurde der Ortsverwaltung mitgeteilt, dass darauf verzichtet werde. Spontan erklärten sich vier Personen bereit, privat 50 Kerzen aufzustellen. Eine weitere Person sicherte bei der Sitzung spontan zu, für weiterer Kerzen aufkommen zu wollen. Nächstes Jahr will die Ortsverwaltung das Aufstellen der Kerzen übernehmen. "Ein Stück Erinnerung und Ehrung", das man unbedingt bewahren sollte, fand Britsche.