Freiburg

Jüdische Gemeinde will Synagogenreste komplett erhalten – Stadt baut trotzdem

Simone Höhl, aktualisiert um 19.55 Uhr

Von Simone Höhl & aktualisiert um 19.55 Uhr

Do, 27. Oktober 2016 um 16:08 Uhr

Freiburg

Nach dem Fund von Synagogenresten in Freiburg hat die Israelitische Gemeinde ihr Votum abgegeben: Sie ist einstimmig für den Erhalt an Ort und Stelle. So fiele der geplante Gedenkbrunnen ins Wasser. Doch der wird gebaut. "Wir werden trotzdem so verfahren wie vorgeschlagen", sagte Oberbürgermeister Dieter Salomon.

Am Platz der Alten Synagoge fand gegen Abend eine Mahnwache statt. Rund 30 Menschen, ein Viertel davon Medienvertreter, stehen am Bauzaun. An dem hängt ein Transparent, das den Wiederaufbau der 1938 von Nazis zerstörten Synagoge und ein NS-Dokumentationszentrum fordert. Die Maximalforderung in der Debatte. "Minimalistisch", nennt François Blum das Angebot, das die Stadtverwaltung der Gemeinde am Mittag machte: 90 Prozent der Fundamentreste im Boden zu erhalten und den Rest abzutragen, um den Gedenkbrunnen wie geplant auf dem Grundriss der Synagoge zu bauen. Blum ist Nachfahre des ...

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