Strahlendes Erbe

Karlsruher Atomsuppe wird beseitigt

Meinrad Heck

Von Meinrad Heck

Mi, 02. September 2009 um 19:36 Uhr

Südwest

Hinter Stacheldraht liegt Deutschlands gefährlichstes Provisorium der Atomwirtschaft: die frühere Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe. Das gescheiterte Atom-Abenteuer soll jetzt mit einer neuen Verglasungstechnik beendet werden.

KARLSRUHE. Bis in die 90er Jahre war die Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK) eine Versuchsanlage zur Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente. Als Hinterlassenschaft blieben 60 000 Liter hochgiftige Salpetersäure. Die Atomsuppe enthält heute über 500 Kilogramm Uran und mehr als 16 Kilogramm Plutonium. In alten verstaubten Akten lässt sich nachlesen, was die Betreiber in frühen Jahren selbst von ihrer Anlage hielten: Nach einer vertraulichen Besprechung mit der Karlsruher Gesellschaft zur Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen hielt das Protokoll am 25. Juli 1969 fest, dass die Lagerung der Atomsuppe in Tanks "nur als Notlösung" zu sehen war.

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