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Projekt Sicherheit an Schulen und Kitas zieht Zwischenbilanz

Simone Höhl

Von Simone Höhl

Mi, 26. Juni 2019

Freiburg

Projekt Sicherheit an Schulen und Kitas zieht Zwischenbilanz.

FREIBURG (sh). Gute Nachricht vom Projekt für Sicherheit an Schulen und Kitas: "Wir haben keine gravierenden Sicherheitslücken identifiziert", sagte Hermann Maier, Leiter des Amts für Schule und Bildung. Zu tun gibt es trotzdem einiges – zum Beispiel braucht es eine teure Lösung, um bei Gefahren wie einem Amoklauf eine klare Durchsage machen zu können. Zur Videoüberwachung an Schulen gibt es dagegen eine klare Absage.

Die Sicherheit von Schülern und Kindern steht seit 2017 auf dem Prüfstand – ein Projekt, das Teil eines Pakets ist, zu dem auch Vollzugsdienst, Frauennachttaxi und die Beleuchtung von Wegen gehören. Bei den Schulen geht es vor allem um Amok, Gewalt und Vandalismus. Teils wird Bestehendes gebündelt, teils aber auch Neues angegangen.

Außer in den Sanierungsfällen Anne-Frank- und Staudinger-Gesamtschule sind in allen Schulen die Amokknäufe installiert, sagte Maier. Die Stadt hatte entsprechend den Empfehlungen nach Winnenden Brandmeldeanlagen um einen Amokalarmton aufgerüstet, jetzt rät die Polizei, Durchsagen zu machen, so Maier: "Eine klare Ansage ist der beste Schutz." Weil nicht alle Schulen Lautsprecheranlagen oder nur alte haben, wird das aufwändig. Stattgefunden hat eine Begehung mit Ämtern, Feuerwehr und Polizei, dabei ging es zum Beispiel um Verhaltenspläne, um die Frage, ob ein Lastwagen auf den Campus rasen kann, und um die Kooperation von Nachbareinrichtungen.

Videoüberwachung war für mehrere Schulen zum Schutz vor Einbrechern und Vandalismus im Gespräch, vor einem Jahr sollte sie in Landwasser getestet werden. Das ist noch nicht geschehen. Radabstellplätze, Eingänge und anderes während des Schulbetriebs zu überwachen, sei wegen des Datenschutzes nicht möglich, erklärte Maier. Laut Polizei sei die Wirkung auch sehr begrenzt. In Landwasser, wo es nur um die Nachtstunden geht, überlegten die Schulen noch.

An städtischen Kitas wird ein umfassendes Konzept für Notfallmanagement eingeführt, dabei geht es vom Brand bis zur Kindeswohlgefährdung. Das Konzept wird auch freien Trägern zur Verfügung gestellt, wenn es Ende des Jahres fertig ist. Dann endet auch die städtische Projektgruppe, die Fachämter übernehmen dann. Einen Beirat haben Stadt, Schulverwaltung und Polizei bereits eingerichtet.