Listerien-Skandal

Keine Infektionsfälle in Freiburg wegen Keimen in Wurstwaren aus Hessen

Fabian Vögtle

Von Fabian Vögtle

Mi, 09. Oktober 2019 um 18:50 Uhr

Freiburg

Die Uniklinik gibt Entwarnung im Zuge des Skandals um Keime in Wurstwaren einer hessischen Firma, die wohl zu Todes- und Krankheitsfällen führte. Bislang seien in Freiburg keine Infektionen aufgetreten.

Der Skandal um die teils tödlichen Listerien-Erreger in Waren der hessischen Wurstfirma Wilke bleibt in Freiburg wohl ohne Folgen. Es gebe in diesem Zusammenhang keine Fälle einer Infektion am Uniklinikum, sagte Pressesprecher Benjamin Waschow am Mittwoch der BZ.

Auch das Studierendenwerk (SWFR) an der Universität Freiburg, das nach eigenen Angaben nur Wurst aus hauseigener Produktion regionaler Metzgereien bezieht und Frischfleisch von Betrieben und Schlachthöfen aus Baden-Württemberg und Bayern, gibt Entwarnung. Auch in den tiefgekühlten Produkte sind laut Pressesprecherin Renate Heyberger keine Wilke-Produkte enthalten. Fälle von Listerien-Erkrankungen in den SWFR-Mensen seinen demnach nicht bekannt.

Nach Bekanntwerden des Skandals, der möglicherweise zu zwei Todes- und mehreren Krankheitsfällen führte, musste die Firma Wilke vergangene Woche schließen. Der Verkauf von auch über Großhändler vertriebener Produkte, darunter etwa der in Ikea-Restaurants angebotene Wurstaufschnitt – etwa in der Freiburger Filiale – wurde daraufhin gestoppt. Ikea hat mittlerweile einen alternativen Lieferanten gefunden.

Mehr zum Thema: