Von Tschaikowski bis Glen Miller

Ute Schöler

Von Ute Schöler

Do, 16. Mai 2019

Kenzingen

Brass Quintett Academy aus Kiews begeistert bei Benefizkonzert im Hecklinger Schlosskeller / Erlös kommt Hilfsprojekten in der Ukraine zugute.

KENZINGEN-HECKLINGEN. "Wunderfitz goes Brass" hieß es am Samstagabend in Hecklingen: Bei dem Benefizkonzert zugunsten humanitärer Hilfsprojekte in der Ukraine begeisterte die Bläserformation Brass Quintett Academy aus Kiew das Publikum im gut besuchten Hecklinger Schlosskeller. Eingeladen hatte der Kulturverein Wunderfitz.

Die fünf Musiker sie sind echte Virtuosen. Sie spielen Auszüge klassischer Kompositionen wie Händels "Wassermusik" oder Tschaikowskis "Schwanensee" so brillant wie arrangierte Popsongs. Im Hecklinger Schlosskeller begeisterte das Quintett insbesondere mit jazzigen Standards, darunter eine "Moonlight Serenade" von Glen Miller und "Take five" nach Paul Desmond.

Ein Höhepunkt im Programm war die Darbietung des Stücks "Blues for Brass" des 1943 geborenen US-amerikanischen Posaunisten und Komponisten Richard Roblee. Dabei verzauberte insbesondere Oleksiy Portenko an der Posaune mit sehr ausdrucksvollen Soli das Publikum.

Seit dem Jahr 2001 unterstützt das Quintett aus Kiew in wechselnden Besetzungen Hilfsprojekte der Evangelischen Stadtmission in ihrer Heimat, darunter ein Kinderheim und ein Seniorenzentrum sowie Hilfstransporte. Vier ebenfalls zugunsten der Hilfsprojekte verkaufte CDs haben die Musiker bislang neben ihren beruflichen Engagements veröffentlicht. Die Trompeter Oleksandr Shevchuk und Roman Oleksienko spielen wie Hornist Mykola Galayy als Solisten im Orchester der Kiew-Oper. Tubist Sergiy Klimchenko ist Solist des Nationalen Akademischen Blasorchesters der Ukraine.

Volker Höhlein, der das Benefizkonzert seitens der Evangelischen Stadtmission Freiburg organisiert hatte, berichtete an dem Abend über den gemeinnützig betriebenen Secondhandladen "s’Einlädele" in der Freiburger Guntramstraße und der daraus finanzierten Ukraine-Hilfe. Höhlein beschrieb die schwierige Lebenssituation vieler Menschen in der Region Kiew. Diese sei zwar eine prosperierende Stadt, aber "wenn man in die Dörfer kommt, dann wird’s sehr schnell zappenduster", so Höhlein. Im Fokus der Hilfsprojekte stehen vor allem Kinder und ältere Menschen.

Weitere Infos im Internet unter http://www.deu.kievbrass.com und http://www.seinlaedele.de