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Von dpa, Bernd Kramer & BZ-Redaktion

Do, 22. April 2021

Wirtschaft

Bachmann kommt nicht — Gewinn steigt leicht — EU will Standards setzen — Nun mit eigenen Chips

ÖKONOMIE-LEHRSTUHL

Bachmann kommt nicht

Rüdiger Bachmann, Wirtschaftsprofessor an der University of Notre Dame in den USA, wird nicht nach Freiburg kommen. Nach BZ-Informationen hat er den Ruf auf den Lehrstuhl für Wirtschaftstheorie der Uni Freiburg abgelehnt. Bachmann war auf Rang eins der Berufungsliste. Der Ökonom tritt damit nicht die Nachfolge von Oliver Landmann an. Aussichtsreichster Kandidat ist jetzt der Geldtheoretiker Fabian Winkler. Er wurde an der London School of Economics promoviert und arbeitet derzeit für die US-Notenbank Fed.

SIMONA

Gewinn steigt leicht

Der Kunststoffhersteller Simona hat 2020 einen Umsatzrückgang um 9,9 Prozent auf 389,8 Millionen Euro hinnehmen müssen. Grund seien die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie, etwa bei der Innenausstattung von Flugzeugen, teilte der Konzern mit. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg dennoch von 29,4 auf 33,6 Millionen Euro. Das lag unter anderem an einer verbesserten Profitabilität im europäischen Halbzeuggeschäft und niedrigen Rohstoffpreisen. Simona beschäftigt in Ringsheim rund 200 Mitarbeiter, das Werk soll erweitert werden. KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

EU will Standards setzen

Ähnlich wie bei den Datenschutzregeln, die seit 2018 in der EU gelten und viele Nachahmer fanden, will Europa auch bei der Anwendung Künstlicher Intelligenz weltweite Standards setzen. Dazu hat die EU-Kommission am Mittwoch Regeln vorgeschlagen, die vor allem das Vertrauen in die Technologie stärken sollen. Je höher die möglichen Gefahren einer Anwendung, desto höher sind die Anforderungen. Für Regelverstöße sind hohe Strafen vorgesehen. Es ist weltweit der erste Rechtsrahmen dieser Art für Anwendungen auf Grundlage maschinellen Lernens. Nun müssen die EU-Staaten und das Europaparlament über die Vorschläge verhandeln.

APPLE

Nun mit eigenen Chips

Die jahrelange Entwicklung eigener Chips zahlt sich für Apple nun aus. Der US-Konzern fordert die PC-Konkurrenz heraus. Der neue iMac ist nur 11,5 Millimeter dick – dünner als viele Monitore ohne einen Computer im Inneren. Möglich macht das Apple zufolge der Umstieg von Intel-Prozessoren auf die hauseigenen M1-Chips. Letztere teilen sich außerdem eine technische Plattform mit den iPhones, was das Zusammenspiel von Apps erleichtern soll.