Landesinnung weist Vorwürfe zurück

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 18. Oktober 2019

Grenzach-Wyhlen

Stellungnahme zu Warnstreik.

GRENZACH-WYHLEN (BZ). Am 10. Oktober haben die Gebäudereiniger bei DSM in Grenzach gestreikt und faire Arbeitsbedingungen gefordert. In einer Pressemitteilung hat die Landesinnung des Gebäudereiniger-Handwerks Baden-Württemberg dazu Stellung bezogen. Sie nennt die Vorwürfe "haltlos".

Tatsache sei, so die Landesinnung, dass die Löhne im Gebäudereiniger-Handwerk durch weiterhin bestehende Lohntarifverträge bis Ende 2020 gesichert seien und diese Löhne nicht sinken würden – sondern steigen. Die Gewerkschaftsvertreter hatten den Streik mit der Kündigung des Rahmentarifvertrags zum 31. Juli 2019 und dem Platzen der Tarifverhandlungen begründet. Sie forderten auch Weihnachtsgeld und Zuschläge bei Überstunden von Teilzeitbeschäftigten.

Über Weihnachtsgeld könne laut der Landesinnung "erst im Rahmen der Lohntarifverhandlungen im kommenden Jahr gesprochen werden". Offen sei die Situation im Hinblick auf den Rahmentarifvertrag. Dieser werde aufgrund eines "für Rechtsunsicherheit sorgenden Urteils des Bundesarbeitsgerichts zu Mehrarbeitszuschlägen für Teilzeitbeschäftigte neu verhandelt".

Die Arbeitgeber hätten, so die Landesinnung, zuletzt mehr Urlaubstage, einen höheren Gesellenlohn, Mehrarbeitszuschläge, die für alle Beschäftigten gelten, sowie einen eigenen Zuschlag für die Industriereinigung angeboten. Die Gewerkschaftler der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hätten dieses Angebot zum Nachteil der Beschäftigten rundum abgelehnt.

Die Landesinnung fordert die Gewerkschaft auf, "schnellstmöglich und konstruktiv an den Verhandlungstisch zurückzukehren und ihre Kräfte nicht in haltlose Pauschalvorwürfe zu stecken".