Kreis Lörrach

Appell der Landrätin: Menschen sollen ihre Kontakte reduzieren

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 01. Dezember 2020 um 18:08 Uhr

Kreis Lörrach

Das Landratsamt Lörrach hat seine Corona-Allgemeinverfügung verlängert. Landrätin Marion Dammann appelliert an die Bewohner des Landkreises Lörrach, die Kontakte zu reduzieren.

Das Landratsamt hat die Corona-Allgemeinverfügung zur erweiterten Maskenpflicht im Kreis bis zum 21. Dezember verlängert. In Lörrach ist die Maskenpflicht auch um Rathausvorplatz und Hebelpark erweitert wurden, heißt es in einer Pressemitteilung. In einer weiteren Mitteilung macht das Landratsamt auf die seit dem Wochenende landesweit geltenden neuen Regeln zur Quarantäne aufmerksam.

Maskenpflicht

Die seit dem 21. November geltende erweiterte Maskenpflicht gilt weiter bis zum 21. Dezember. Eine entsprechende Allgemeinverfügung hat das Landratsamt am Montagabend veröffentlicht; seit Dienstag gilt die neue Verordnung. Zu den bisherigen definierten Innenstadtbereichen in Lörrach, Weil am Rhein, Rheinfelden und Schopfheim kommen ergänzend in Lörrach der Rathausvorplatz (Egon-Hugenschmidt-Platz) sowie der Hebelpark hinzu. Weiterhin gilt auch nach der erneuerten Verfügung, dass eine nicht-medizinische Alltagsmaske oder vergleichbare Mund-Nasen-Bedeckung – ein zu den Seiten geöffneter Spuckschutz zählt nicht dazu – auf allen Märkten, Messen und Ausstellungen und in deren Umfeld bis zu 50 Metern, an Außenverkaufsständen und in deren Wartebereichen sowie im Bereich des Außer-Haus-Verkaufs von Gaststätten, bei Veranstaltungen im öffentlichen Raum, in für die Allgemeinheit zugänglichen Parkhäusern, auf für die Allgemeinheit zugänglichen Parkplätzen mit mindestens zwei Stellplätzen, auf Spielplätzen für Personen ab dem vollendeten 14. Lebensjahr, in definierten Innenstadtbereichen und auf Bestattungen getragen werden muss.

Quarantäne und Isolation

Seit dem Wochenende müssen sich alle Personen mit Krankheitsverdacht (PCR-Test steht aus oder ist angeordnet), alle Personen, die infiziert sind, sowie deren enge Kontaktpersonen wie Haushaltsangehörige ohne weitere Anordnung der Behörden selbstständig in Quarantäne begeben. Dies sei vor allem erforderlich, um in Verdachtsfällen frühzeitig zu einer Isolierung zu kommen, ohne, dass hierfür die Laboranalyse, die amtliche Meldung und Verarbeitung dieser Meldung abgewartet werden müssen. Hier habe es in der Vergangenheit Defizite gegeben: Personen steckten trotz bekannten Verdachts andere an, auch an Arbeitsstätten. Erster medizinischer Ansprechpartner ist in diesen Fällen weiter der Hausarzt.

Die Erfahrung zeige zudem, dass sich Haushaltsangehörige regelmäßig infizieren, zumal die Absonderung in den meisten Fällen im jeweiligen Haushalt stattfindet. Diese müssen sich daher bei einem positiven Test im Haushalt ebenfalls isolieren. Weitere enge Kontaktpersonen müssen sich nach Kontaktaufnahme durch die Behörde eigenständig in Quarantäne begeben. Statt der bisherigen Anordnung erhalten sie vom Ordnungsamt eine Bescheinigung für den Arbeitgeber, um gegebenenfalls Entschädigungsansprüche geltend machen zu können.

"Die Infektionszahlen im Landkreis sind weiterhin hoch. Um die Situation in den Griff zu bekommen, ist das Gesundheitsamt auf das verantwortungsbewusste Handeln jedes Einzelnen angewiesen", wird Landrätin Dammann zitiert. Mit der neuen Verordnung des Landes werde rechtlich verpflichtend, was aus epidemiologischer Sicht schon längst sinnvoll sei. Jeder vermiedene Risikokontakt helfe, die Pandemie in den Griff zu bekommen.

Zahlen

Das Landratsamt meldete am Dienstag 34 Neuinfektionen und zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Es handelt sich um eine rund 80-jährige und eine über 90-jährige Person. Seit Beginn der Pandemie gibt es damit 77 Todesfälle. Zwischenzeitlich wurden 64 weitere Personen aus der Quarantäne entlassen. Die Anzahl der aktiven Fälle im Landkreis sinkt damit weiter auf 628. Insgesamt haben sich 3458 Menschen aus dem Landkreis mit Sars-CoV-2 infiziert, davon gelten 2753 als genesen. 1384 enge Kontaktpersonen sind in in Quarantäne. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht auf 210,4 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner.

Die Allgemeinverfügung des Landkreises sowie Pläne der Innenstadtbereiche unter http://www.loerrach-landkreis.de/bekanntmachungen. Antworten auf Fragen zu den neuen Quarantäne-Bestimmungen finden sich unter mehr.bz/quaraneu