Leserbriefe

Bernd Frischauf

Von Bernd Frischauf (Lahr)

Mi, 25. März 2020

Lahr

PARKPLÄTZE IM SEEPARK
Viele Lahrer parken lieber im Geschäft
Zur Diskussion, ob auf dem Gelände des Seeparks Parkplätze eingerichtet werden für das Haus am See und ob das der Oberbürgermeister entscheidet ("Ibert darf teils allein entscheiden"/ BZ vom 24. März, sind zwei Leserbriefe eingegangen.
In diesen Zeiten könnte man über so viel schreiben, was einen bedrückt oder erfreut und mediale Abbildung erfährt. Nun scheint es uns noch gut zu gehen, dass wir über Parkplätze schreiben. Aber warum nicht den Lokalteil mit "non-corona-verba" füllen. Kurz zu den Fakten:
» 1. Das Seeparkgelände der Landesgartenschau wurde als autofreies Naherholungsgebiet zum Schutz der Natur und der Ruhe geschaffen.
2. Die Parkplätze an der Breisgaustraße in Mietersheim sind 150 Meter vom Haus am See entfernt, der Zugang ist barrierefrei.
3. Die Lahrer sind (leider) in der Mehrheit autophil. Wenn wir aber wissen, dass viele Lahrer lieber im Geschäft parken, als sich vom leeren Parkhaus 50 Meter zu Fuß zu bewegen, müssen wir doch erst recht unsere Natur und Naherholung vor diesen und die Autofahrer vor sich selbst schützen (Thema Gesundheitsfürsorge).

Jetzt, da die Schulen und Kitas geschlossen sind, sehen wir an den morgens fast leeren Straßen, dass doch einige der Kids überbehütet in diese Bildungseinrichtungen gefahren werden. Die Lahrer haben im Schnitt mehr als zwei Autos im Haushalt aber nur knapp ein Fahrrad. Jetzt können wir ein Bewusstsein für die Natur schaffen, aber bitte keine Parkplätze innerhalb eines Naherholungsgebietes. Herr Oberbürgermeister Ibert, Sie haben jetzt die Entscheidung und auch daran wird man Sie messen. Im Übrigen gibt es Restaurants, die gerade weil sie nur zu Fuß erreichbar sind, ein Publikumsmagnet sind. Klar, die Qualität der Speisen und die Freundlichkeit im Service sind vorausgesetzt, daran werden aber auch Parkplätze nichts ändern.

Bernd Frischauf, LahrGrünfläche wird wieder für Parkplätze geopfert
Jetzt soll wieder Grünfläche mit Bäumen für 40 neue Parkplätze geopfert werden, wo es doch in wenigen hundert Metern genug Parkplätze gibt. An der Erreichbarkeit mit dem Auto scheitert die Gastronomie am See nicht, höchstens am phantasielosen Konzept. Und Geld wurde doch wirklich schon genug in dieses Gelände gepumpt.Martin Vogt, Lahr

URLAUBSREISEN
Vernünftige Bürger sind zu Hause geblieben
Zu dem Artikel "Urlaub in Zeiten von Corona" (BZ vom 23. März) meldet sich ein Leser.
Sollten wir vielleicht Mitleid mit dem Paar haben, welches nun leider nicht in den vollen Genuss des Urlaubs kam? Dass es am Abreisetag bereits absehbar war, dass ein Einreiseverbot kommen würde und dass auch die USA von der Pandemie nicht verschont bleiben würde, kommt nicht zur Sprache.

Nun holen wir für teures Geld unsere Urlauber aus allen möglichen Destinationen mit Sonderflügen zurück, auch wenn das hier wohl nicht der Fall war. Vernünftige Bürger sind einfach zu Hause geblieben. Horst Ganter, Lahr