Nachruf

Lob des Eigensinns: Zum Tod des Schriftstellers Wilhelm Genazino

Bettina Schulte

Von Bettina Schulte

Fr, 14. Dezember 2018 um 18:41 Uhr

Literatur & Vorträge

BZ-Plus Mit seinen Flaneuren hat Wilhelm Genazino ganz unverwechselbare Charaktere der zeitgenössischen deutschen Literatur geschaffen. Nun ist er nach kurzer Krankheit gestorben.

Auf ihn war Verlass. Einmal in ein, zwei Jahren erschien ein neuer Roman von ihm, immer im handlichen Format von 150 bis 160 Seiten und mit einem Hauptdarsteller, der einem als Genazino-Leserin bestens bekannt war: Ich-Erzähler, männlich, mittleren Alters ohne besondere Talente und Neigungen, mit wenig Ansprüchen ans Leben und an die Liebe, mit unspektakulärem, skurrilem oder gar keinem Beruf und meistens ziellos unterwegs in mittelgroßen Städten. Der gebürtige Mannheimer Wilhelm Genazino, der es in seinem Leben nicht weiter als nach Frankfurt brachte, wo er bis zuletzt lebte, hat den von Benjamin und ...

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