Marathonstrecke ab Laufenburg reizt viele Wanderer

Andrea Worthmann

Von Andrea Worthmann

Di, 14. September 2021 um 11:10 Uhr

Laufenburg

21 Kilometer auf Schweizer und 21 Kilometer auf der deutschen Seite: Es gab viel Lob für Organisator Thomas Sell von den mehr als 100 Teilnehmern.

Der letzte Morgennebel zieht sich noch über die Laufenburger Altstadtbrücke, als die ersten Wanderwilligen beim Startpunkt am Zollhäuschen auf der badischen Seite schon regelrecht mit den Füßen scharren, um endlich loszugehen. Der erste grenzüberschreitende Wandermarathon – 21 Kilometer auf Schweizer und 21 Kilometer auf deutscher Seite – beginnt früh und gestaffelt.

Dies soll verhindern, dass die Personen zu nah beieinander stehen und die Abstände nicht eingehalten werden können. Bevor es aber auf die Strecke geht, muss noch Organisatorisches erledigt werden. Anmelden, Startnummer holen, und jeder bekommt einen Beutel mit Verpflegung mit auf den 42 Kilometer langen Weg.

Thomas Sell ist überwältigt von der Resonanz

Mitten im Gewusel sieht man ein leuchtend grünes Shirt mit der Aufschrift "Chef". Darin steckt Thomas Sell, Wanderleiter des Schwarzwaldvereins Laufenburg, Organisator und Erfinder des grenzüberschreitenden Wandermarathons. Er ist überwältigt von dem großen Interesse an der Veranstaltung, und nicht ohne Stolz berichtet er von mehr als 100 Anmeldungen. "Bei rund 100 musste ich aber den Deckel drauf machen", so Sell. Die Organisation sei eine Mammutaufgabe gewesen, und ohne die Hilfe seines Teams und auch seiner Frau Eva Strittmatter hätte er das nicht "gewuppt", betont Thomas Sell.

Gemeinsam mit dem Schweizer Pendant des Schwarzwaldvereins, dem Verein Aargauer Wanderwege, wurde die Wanderung veranstaltet. 21 Kilometer auf der Schweizer Seite im Fricktal über Obersulz, Gansingen, Wil, Schwaderloch und 21 Kilometer auf der deutschen Seite im Hotzenwald über Albbruck, Niederwihl, Oberwihl, Binzgen zurück nach Laufenburg. Die Strecke wurde im Vorfeld mit einer eigenen Beschilderung versehen und konnte auch als Halbmarathondistanz absolviert werden. Jeder wanderte für sich und in seinem eigenen Tempo. In Kleingruppen, zu Zweit, mit Kindern und sogar mit Hunden wurde die anspruchsvolle Wanderung angetreten. Junge und alteingesessene Wanderer machten sich gemeinsam auf den Weg. Celia Rohland aus dem Schweizer Rheinfelden ging alleine los. Ihr Wanderpartner hatte verschlafen, sie musste ohne ihn antreten. "Nicht schlimm", sagt sie gut gelaunt, "ich kann es gut mit mir selber aushalten, und es hat auch etwas Meditatives für mich."

Rund 1100 Höhenmeter

Rund 1100 Höhenmeter wurden bei stetig besser werdenden Wetterverhältnissen überwunden und die schöne Natur mit herrlichen Aussichtspunkten genossen. Der schnellste Wanderer hatte nach sechs Stunden und 40 Minuten wieder den Ausgangspunkt an der Zollbrücke erreicht. Thomas Sell resümiert: "Es war ein erfolgreicher Tag. Nicht nur für mich und meine Helfer, sondern auch für die Wanderer. Ich bin stolz und glücklich. Unterwegs an den Kontrollstellen gab es nur positives Feedback. Es ist eine tolle Aktion gewesen und wurde auch so wahrgenommen. Viele haben sogar gesagt, ich soll es wiederholen."